64 % der Konsumenten in Österreich (16-74 Jahre) sehen eine Herkunftskennzeichnung von zentralen Speisezutaten in der Gastronomie als (sehr) wichtig an. Aber lediglich 25 % finden diese auch tatsächlich häufig in Speisekarten, Speisetafeln bzw. digitalen Bestellanzeigen vor. Zu den drei wichtigsten Lebensmittelgruppen, deren Herkunft ausgewiesen werden sollte, zählen Fleisch sowie mit deutlichem Abstand Fisch und Eier. Das ergab eine Repräsentativbefragung des Institut für Handel, Absatz und Marketing (IHaM). Deutliche Unterschiede zeigen sich nach Generationen: Je älter die Befragten, desto wichtiger ist ihnen die Herkunftskennzeichnung. Während in der Generation Z 57 % der Befragten die Kennzeichnung von wesentlichen Speisezutaten als wichtig empfinden, sind es bei den Baby Boomers bereits 70 %.
Ein Zielkonflikt tut sich bei Kosten und Preisen auf: Zwar sprechen sich 56 % der österreichischen Konsumenten für eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie aus, für 57 % sind jedoch die Preise für die Auswahl eines Restaurants entscheidend – Kennzeichnung hin oder her.
Dazu IHaM-Institutsvorstand Univ.-Prof. Dr. Christoph Teller: „Wo gehobelt wird, fallen Späne. Mehr Herkunftstransparenz dürfte nicht ohne zusätzlichen Aufwand zu haben sein. Sie bietet aber auch die Chance, österreichische Lebensmittel in der Gastronomie sichtbarer zu machen und stärker zu differenzieren. Herkunft kann dabei im Sinne des „Ingredient Branding“ gezielt als Qualitäts- und Vertrauenssignal eingesetzt werden. Entscheidend ist, dass aus einer Kennzeichnungspflicht nicht nur zusätzliche Bürokratie entsteht, sondern ein für Gäste erkennbarer Mehrwert.“
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