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Warum Mitarbeiter kündigen und was sie bindet

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Warum orientieren sich Arbeitnehmer in Deutschland beruflich neu? Die Randstad Employer Brand Research (REBR) 2026 zeigt: Das Gehalt bleibt der mit Abstand häufigste Wechselgrund, gefolgt vom Wunsch nach einer besseren Work-Life-Balance. Beide Punkte führen auch in diesem Jahr das Ranking der Wechselgründe an. Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich aber ein wesentlicher Faktor verschoben: Ein negatives Arbeitsumfeld, fehlende Karriereperspektiven und ein schlechtes Verhältnis zum Management liegen 2026 unter den Top 5 der häufigsten Gründe.
Bereits im Vorjahr war eine zu niedrige Vergütung mit 37 % der meistgenannte Wechselgrund. Der Wunsch nach einer besseren Work-Life-Balance lag mit 30 % ebenfalls auf Platz zwei. In der weiteren Rangfolge zeigt sich gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Veränderung. 2025 gehörten noch lange Pendelzeiten mit 25 % und ein besonders attraktives anderes Angebot mit 24 % zu den fünf häufigsten Wechselgründen. Auf Platz fünf folgte damals eine schwache Führung mit 20 %.
„Eine faire Vergütung bleibt die Grundlage. Aber Beschäftigte entscheiden nicht allein aufgrund ihres Gehaltszettels, ob sie bleiben. Sie erleben jeden Tag, ob Führung verlässlich ist, ob sie sich entwickeln können und ob die Zusammenarbeit funktioniert. Genau dort entscheidet sich Bindung“, sagt Verena Menne, Human Resources Director DACH Randstad. „Wer Mitarbeitende halten will, muss deshalb Vergütung, Arbeitsbedingungen und Führung zusammendenken und darf nicht nur auf einzelne Maßnahmen setzen.“
Grundsätzlich bleiben Wechselwille und Jobwechsel annähernd auf Vorjahresniveau. 24 % der Beschäftigten planten im 1. Halbjahr 2026 einen Arbeitgeberwechsel (Vorjahreszeitraum: 22 %). Tatsächlich gewechselt hatten in den sechs Monaten vor der Befragung 17 % (2025: 16 %).
Die Studie Randstad Employer Brand Research ermittelt: „Bei welchen Unternehmen wollen wir arbeiten – und warum?“ Die Studie wird seit 26 Jahren in inzwischen 34 Ländern weltweit durchgeführt. Mehr als 170.000 Arbeitnehmer und Arbeitsuchende im Alter zwischen 18 und 64 Jahren wurden Anfang 2026 in Online-Interviews befragt. In Deutschland umfasst das Panel 4.331 Personen.