63 % der Österreicher würden eine höhere Besteuerung stark zuckerhaltiger Lebensmittel und Getränke befürworten, 28 % sogar sehr. Gleichzeitig fürchten 47 %, dass eine solche Abgabe Lebensmittel und Getränke weiter verteuern könnte. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Digital Research Instituts Marketagent.
45 % erwarten sich durch eine Zuckersteuer zusätzliche Einnahmen für den Staat, 38 % hoffen, dass Hersteller als Reaktion den Zuckergehalt ihrer Produkte reduzieren. Bei den gesundheitlichen Auswirkungen sind die Erwartungen zurückhaltender: 28 % glauben, dass Übergewicht und ernährungsbedingte Erkrankungen dadurch reduziert werden könnten, 19 % erwarten eine insgesamt gesündere Ernährung der Bevölkerung.
Die Studie zeigt auch, dass eine Zuckersteuer den Einkauf verändern könnte: Rund 6 von 10 würden ihr Einkaufsverhalten im Falle einer entsprechenden Abgabe anpassen: 34 % würden häufiger zu zuckerärmeren oder -freien Alternativen greifen, 33 % verstärkt günstigere Produkte oder Marken wählen. 38 % würden hingegen nichts verändern.
Bei der Frage, welche Produkte von einer Zuckersteuer betroffen sein sollten, stehen Getränke im Vordergrund. 51 % würden zuckerhaltige Softdrinks bzw. Limonaden einbeziehen, 49 % Energydrinks. 42 % würden auch Fertigprodukte mit besonders hohem Zuckergehalt besteuern. 28 % sprechen sich dafür aus, pauschal alle Lebensmittel und Getränke ab einem bestimmten Zuckergehalt einzubeziehen.
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