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Zu viel Backwarenimporte in die Schweiz?

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Der Verein „Faire Märkte Schweiz“* beklagt in einer Medienmitteilung die wachsende Schieflage auf dem Getreide- und Backwarenmarkt und verlangt vom Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) Aufschluss darüber, über welche Unternehmen und Absatzkanäle Halbfertigprodukte, ungebackene Teige und Backwaren in die Schweiz gelangen. In den vergangenen 10 Jahren habe sich die Einfuhr von Halbfertig- und Fertigprodukten mehr als verdoppelt und liege heute bei rund 300.000 Tonnen pro Jahr, was zu Lasten inländischer Hersteller gehe. Ein wichtiger Grund dabei sei die Tatsache, dass die Zölle zwar auf Rohstoffe erhoben werden, nicht aber auf die übrigen Herstellungskosten, die jenseits der eidgenössischen Grenzen häufig geringer ausfallen als in der Schweiz. Die Aktion des Vereins zielt nicht zuletzt auf den Detailhandel und die Gastronomie in der Schweiz, die zu den Hauptimporteuren gehören. Zwar gilt seit Anfang 2025 eine Pflicht zur schriftlichen Offenlegung des Herkunftslandes, aber die Wirkung auf die Kaufentscheidung der Konsumenten ist bislang eher begrenzt.

*Hinter Faire Märkte Schweiz (FMS) steht ein Verein, der sich gegen den Missbrauch von Marktmacht in der Schweiz engagiert. Stark vertreten sind darin die Sektoren Landwirtschaft und Ernährung.

Bild: © pexels/Arda Kaykisiz