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TK-Markt wächst, Trend zum Verzehr zu Hause

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Der Markt für TK-Produkte hat auch 2025 zugelegt. Das zeigt die Absatzstatistik des Deutschen Tiefkühlinstituts (dti), das jährlich den Absatz von Tiefkühlprodukten in Deutschland insgesamt und aufgegliedert nach den Absatzmärkten Lebensmitteleinzelhandel/Heimdienste (LEH/HD) und Außer-Haus-Markt (AHM) ausweist. Ein Ergebnis, das für den Absatzkanal LEH/HD gilt: TK-Backwaren zeigten nach dem Einbruch in 2024 ein starkes Plus mit 3,9 %. Dieses wird vor allem von TK-Brot und -Brötchen getragen, die mit 6,8 % stark zulegten.
Weitere Ergebnisse:
• Der Gesamtabsatz von TK-Lebensmitteln wuchs 2025 erneut, um 2,5 % auf eine Menge von 4,238 Mio. t (2024: 4,137 Mio. t).
• Im LEH/HD wuchs der TK-Absatz 2025 um 2,7 % auf 2,070 Mio. t (2024: 2,017 Mio. t).
• Der Absatz im Außer-Haus-Markt erhöhte sich 2025 um 2,3 % auf 2,168 Mio. t (2024: 2,12 Mio. t).
• Der Pro-Kopf-Verbrauch von TK stieg 2025 wieder auf einen Rekordwert von 51,6 kg (2024: 50,8 kg*).
• Der Verzehr pro Haushalt steht 2025 nun bei 103,8 kg (2024: 101,9 kg) – plus 1,9 kg.

„2025 konnte sich der Tiefkühlmarkt trotz weiter angespannter Wirtschafts- und Konsumlage erneut behaupten“, sagt Sabine Eichner, dti-Geschäftsführerin. „Bei Verbraucherinnen und Verbrauchern zeigen sich aber deutliche Konsumänderungen: Der Trend geht zum stärkeren Verzehr zu Hause. Diese Entwicklung begünstigt eher den Absatz im Lebensmittelhandel und bei den Heimdiensten und verlangsamt den Aufwärtstrend bei den Gastronomieabsätzen.“
Was den Absatzkanal LEH/HD anbelangt, hätte der zunehmende Einsatz von Airfryern in den Privathaushalten einen positiven Einfluss gehabt und vielen TK-Segmenten neue Potenziale ermöglicht. Eichner: „Bereits 41 Prozent der Menschen in Deutschland bereiten laut unserem TK-Trendbarometer vom Juni 2025 Tiefkühlprodukte mit dem Airfryer zu. Negativ wirkt sich dagegen das andauernde krisenhafte Weltgeschehen aus, das schwerwiegende Folgen für Lieferketten und Energiepreise hat und das Konsumklima in Deutschland stark beeinträchtigt. Die Sparneigung war mit 18,7 Prozent im Dezember 2025 laut YouGov so hoch wie zuletzt in der Finanzkrise 2008, die Kauf- und Ausgabenzurückhaltung der Haushalte ist im gesamten Konsumbereich spürbar.“

Bild: © dti