Österreich: Preisanstieg im Niedrigpreissegment am stärksten

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In Österreich hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) die aktuellen Preise von Spar, Billa, Hofer und Lidl mit den Preisen der letzten VKI-Untersuchung aus dem Jahre 2018 verglichen. Für den Vergleich wurden die Preise von 135 Produkten zusammengetragen und in 3 Warenkörben gruppiert: Preiseinstiegsprodukte, Markenprodukte und Bioprodukte.
Die stärksten Preissteigerungen gab es demzufolge im Niedrigpreissegment mit Zuschlägen von 22 bis 27 % je nach Anbieter. Bei einzelnen Produkten gab es Spitzenwerte bis 144 %. Die Teuerung bei den Markenprodukten fiel nicht ganz so stark aus. Den moderatesten Preisanstieg wies der Bio-Warenkorb auf.
In der Untersuchung wurden die Preise vom August 2022 mit den Preisen aus dem Juli 2018 verglichen. Zwischen den Erhebungsmonaten stieg der Verbraucherpreisindex um rund 16 %. Damit lag der Bio‑Warenkorb mit 15 bis 17 % Preisanstieg (je nach Anbieter) laut VKI im Rahmen der allgemeinen Teuerung. Die Preiserhöhungen bei den Markenprodukten (22 bis 24 %) als auch bei den Preiseinstiegsprodukten (22 bis 27 %) lagen deutlich über dem allgemeinen Preisanstieg dieser 4 Jahre.
Auffällig seien die erheblichen Preissprünge einzelner Artikel im Niedrigpreissegment. Pflanzenöl bzw. Tafelöl und Sonnenblumenöl seien durchwegs mindestens doppelt so teuer wie vor vier Jahren gewesen, der Spitzenwert lag bei 144 %. Auch bei Mischbrot, Toastbrot, Mehl oder Nudeln hat der VKI häufig Preissteigerungen von 50 bis 70 % festgestellt.

Bild: © pexels/Matheus Cenali