Fränkische Holzofenbäckerei in Schwierigkeiten

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Im August war es goldjunge, jetzt meldet auch die Original Fränkische Holzofenbrot GmbH (bekannt als Fränkische Holzofenbäckerei) aus Ottensoos Insolvenz an. Das Unternehmen nutzt die rechtlichen Möglichkeiten eines Insolvenzverfahrens, um sich zu sanieren, teilt die Kanzlei Schultze&Braun mit. „Der Insolvenzgeldzeitraum verschafft uns jetzt eine wichtige Atempause, in der wir den Geschäftsbetrieb stabilisieren und die Sanierungsoptionen prüfen können“, sagt Dr. Elske Fehl-Weileder, die als vorläufige Insolvenzverwalterin eingesetzt wurde. Denkbar sei eine Sanierung über eine Investorenlösung oder einen „Insolvenzplan“, eine Art Vergleich mit den Gläubigern. Die Investorensuche soll eng mit dem bereits laufenden Investorenprozess bei der Bäckerei goldjunge verzahnt werden. Beide Unternehmen sind miteinander verflochten: Das Holzofenbrot wird zu einem signifikanten Anteil über Filialen von goldjunge verkauft. goldjunge wird ebenfalls in einem vorläufigen Insolvenzverfahren fortgeführt und hat nach Auskunft der Kanzlei bereits einen Investorenprozess gestartet.
Die Fränkische Holzofenbäckerei beschäftigt 17 Mitarbeiter. Der Vertrieb läuft über die goldjunge-Filialen, den LEH und einen Werksverkauf. Das Unternehmen leide zwar weniger unter den hohen Gaspreisen, dennoch seien die gestiegenen Preise für Energie und insbesondere Holz eine Belastung. Hinzu kommt, so die Kanzlei, dass als Folge der Inflation die Umsätze der Bäckerei mit ihrem hochwertigen Brotsortiment zurückgegangen sind.

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