Die La Lorraine Bakery Group (LLBG) hat 2025 einen Umsatz von 1,57 Mrd. EUR erwirtschaftet, was den Angaben zufolge einem Zuwachs von 7,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht und hauptsächlich auf den Geschäftsbereich Bäckerei zurückzuführen ist. Das Plus in dem Geschäftsfeld sei auf organisches Wachstum – durch die jüngsten Investitionen in Belgien, Tschechien und Rumänien – als auch auf die weitere Integration von Joint Ventures zurückzuführen, wie der Bakery de France (USA) und höheren Beteiligungen an La Boite à Pain (UK) und SPA Bakery (Italien). Der Geschäftsbereich Mühlen verzeichnete einen stabilen Umsatz im Vergleich zu 2024.
Die REBITDA-Marge (in Prozent des Umsatzes) betrug 2025 14,4 % und lag damit 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Das REBITDA-Wachstum sei durch die Strategie des Konzerns getragen, auf Innovationen und höherwertige Produktkategorien zu setzen. Die Gruppe nennt Beispiele wie eine neue Sauerteigbrot-Range, italienische Brote, neue Donut- und Mini-Beignet-Varianten sowie Börek. Das REBITDA stieg gegenüber 2024 um 9,1 % auf 227 Mio. EUR. Das flächenbereinigte REBITDA-Wachstum (ohne die Integration der Joint Ventures) fiel jedoch aufgrund eines geringeren Mengenwachstums und eines stärkeren Preiswettbewerbs am Markt langsamer als erwartet aus.
Die Investitionen lagen bei 218 Mio. EUR, wobei der Fokus auf Produktionslinien und Logistikinfrastruktur in Europa und Nordamerika lag. Hier werden Beispiele wie der Baubeginn einer neuen Produktionshalle beim US-amerikanischen Joint-Venture-Partner Bakery de France, die Erweiterung der Lagerkapazitäten in Tschechien sowie Vorarbeiten für zusätzliche automatisierte Lager in Polen, Belgien und Rumänien genannt.
Aus dem Unternehmen heißt es: „2025 war ein Übergangsjahr. Nach der Inflation und Volatilität der vergangenen Jahre gerieten das Verbrauchervertrauen und die Kaufkraft in Belgien und ganz Europa unter Druck. Geopolitische Spannungen trugen zu zusätzlicher Unsicherheit an den Märkten bei. LLBG reagierte darauf mit einer weiteren Präzisierung ihrer Strategie, einer verstärkten Kostenkontrolle und der Stärkung ihres Unternehmergeistes. Obwohl die Gesamtergebnisse gut waren, blieb das Umsatzwachstum etwas hinter den mit dem hohen Investitionsprogramm verbundenen Ambitionen zurück. 2026 wird sich der Konzern daher weiterhin konsequent auf Mengenwachstum, innovative Produkte und Lösungen sowie Kosten- und Gemeinkostenkontrolle und Skaleneffekte konzentrieren.“ 2026 plant die Gruppe nach eigenen Angaben Rekordinvestitionen von rund 250 Mio. EUR.
Bild: © LLBG

