Angesichts sinkender Kaufkraft und wirtschaftlicher Unsicherheit wägen Verbraucher stärker ab, was sie sich gönnen und bei welchen Ausgaben sich sparen lässt. Um sich kleine Belohnungen leisten zu können, achten Verbraucher bei notwendigen Alltagsausgaben eher aufs Geld. Das geht aus dem Consumer Trends Report 2026, “What matters to today’s consumer 2026: How AI is transforming value perception“ des Capgemini Research Institute, hervor. Die fünfte Ausgabe der Studie zeigt außerdem: Bei Kaufentscheidungen lassen sich Kunden zunehmend durch KI beraten – gleichzeitig wollen sie die Kontrolle über ihre Daten behalten und wünschen sich entsprechende Transparenz.
Preistransparenz und ehrliche Kommunikation werden immer mehr zum Glaubwürdigkeitsfaktor. In Deutschland wechseln vier von fünf Verbrauchern (82 %) die Marke, wenn ein Konkurrenzprodukt dauerhaft günstiger ist. Das sind deutlich mehr als im internationalen Durchschnitt: Weltweit geben knapp drei Viertel der Befragten (74 %) günstigeren Alternativen den Vorzug. Außerdem kehrt die Hälfte der deutschen Verbraucher einer Marke den Rücken, wenn Packungsgröße oder Qualität reduziert werden, ohne dies klar ersichtlich zu machen – also bei Shrinkflation (international: 71 %). Die Mehrheit der Befragten empfindet solche versteckten Preiserhöhungen als unfair und wünscht sich stattdessen geringe, aber klar erkenntliche Preissteigerungen.
Für die Studie hat Capgemini im Oktober und November 2025 12.000 Verbraucher (davon 1.000 in Deutschland) über 18 Jahren in zwölf Ländern in Nordamerika, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum befragt.
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