Trotz stabiler Umsätze: Bäckerei Hampe in Schwierigkeiten

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Die Bäckerei Hampe hat am Montag, 13. Juni, Insolvenz angemeldet. Erhebliche Preissteigerungen bei den Rohstoffen, wie etwa Mehl sowie ein hoher Margen- und Wettbewerbsdruck sowie die gestiegenen Energiepreise hätten die Bäckerei Hampe in die Liquiditätskrise geführt, teilt LIESER Rechtsanwälte mit. Als die Rückzahlung der aufgrund der Corona-Pandemie gewährten KfW-Kredite hinzukam, habe das Unternehmen die finanziellen Belastungen nicht mehr aus eigener Kraft bewältigen können und einen Insolvenzantrag stellen müssen.
Der Familienbetrieb stellt in Neunkirchen Brot- und Backwaren her, die in 19 Filialen im Siegerland sowie an regionale Wiederverkäufer und Großkunden verkauft werden. Der Geschäftsbetrieb läuft in allen Standorten weiter. Löhne und Gehälter aller rund 160 Mitarbeiter sind bis Ende Juli 2022 gesichert. Der vorläufige Insolvenzverwalter Jens Lieser (LIESER Rechtsanwälte) und die Geschäftsführung haben die Beschäftigten in einer Betriebsversammlung über die Insolvenz und die weiteren Schritte informiert. Oberstes Ziel sei die Fortführung des Unternehmens und der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze. „Wir haben eine gute Auslastung und planen deswegen keine Kündigungen, denn wir brauchen unsere motivierten Mitarbeiter“, sagt der Geschäftsführer Eckhardt Hampe.
„Ich sehe gute Chancen für das Bäckereiunternehmen Hampe, denn eine Insolvenz bedeutet nicht immer das Aus, sondern kann durchaus der Start für einen Neuanfang sein“, so Lieser. „Wir werden alles tun, um eine Sanierung zu erreichen.“ Der Mitteilung zufolge wurden bereits Gespräche mit Interessenten aufgenommen, mit denen eine Zukunftslösung möglich sein könnte.

Bild: © pexels/Dina Nasyrova