Am 4. Mai fand am Amtsgericht Neubrandenburg ein Vor-Ort-Termin im Sanierungsverfahren der Mecklenburger Backstuben GmbH statt. Die Gläubiger hatten die Möglichkeit, sich mit dem Unternehmen, dem Sachwalter und dem Gericht abzustimmen. Außerdem wurden der Sachwalter, Rechtsanwalt Christian Graf Brockdorff von der Kanzlei BBL Brockdorff, sowie der Gläubigerausschuss in ihrem Amt bestätigt. Damit seien die Voraussetzungen geschaffen worden, dass die Geschäftsführung in Eigenverwaltung den gerichtlichen Sanierungsplan entwickeln könne.
Aufseiten der Bäckerei sind die Beteiligten guter Dinge: „Wir freuen uns sehr, dass wir das Gericht, den Sachwalter und die Gläubiger mit unseren bisherigen Fortschritten überzeugen konnten“, sagt der Geschäftsführer Günther Neumann. Er führt das operative Geschäft im Rahmen der Sanierung in Eigenverwaltung gemeinsam mit seinen Töchtern fort.
Der Geschäftsbetrieb läuft wie bisher weiter. Eine Reihe von Maßnahmen zur Neuaufstellung sei bereits umgesetzt und wenige unrentable Filialen geschlossen worden. Weitere Schließungen seien nicht geplant. Daneben wurde ein Innovationsteam aufgestellt, das an neuen Produkt-Kreationen arbeitet, um von den Kunden künftig noch stärker als regionaler, handwerklicher und kreativer Filialbäcker wahrgenommen zu werden.
Sachwalter, Rechtsanwalt Graf Brockdorff, blickt ebenfalls optimistisch auf die weitere Sanierung: „Mit dem jetzigen Termin bei Gericht hat sich bestätigt, was ich die ganze Zeit in der Eigenverwaltung erlebt habe: Die Geschäftsführung und das Team sind enorm engagiert. Die Zusammenarbeit mit den Gläubigern ist durchweg konstruktiv und von beiderseitigem Lösungswillen geprägt.“
Die Mecklenburger Backstuben mit Hauptsitz in Waren (Müritz) beschäftigen rund 400 Mitarbeiter und betreiben aktuell 52 Filialen. Neben eigenen Cafés und Geschäften beliefert die Bäckerei Handelspartner sowie Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung.
Bild: © Mecklenburger Backstuben

