Buns und softe Brötchen stellen besondere Anforderungen an den Produktionsprozess, besonders dann, wenn auf einer Anlage eine große Sortenvielfalt mit unterschiedlichen Rezepturen, Zutaten und Produktformaten hergestellt werden soll. Genau darauf ist die Soft-Bun-Linie im Werk Soltau von Harry-Brot ausgelegt.
Die gewollte Flexibilität stellt hohe Anforderungen an Produktionsplanung, Anlagenführung und die Qualifikation der Mitarbeiter. „Insbesondere Sorten- und Blechwechsel sowie der Umgang mit unterschiedlichen Zutaten müssen präzise aufeinander abgestimmt werden“, weiß Arndt Rüsges, Geschäftsführung Produktion und Technik im Unternehmen. Harry-Brot nahm die Linie im November 2024 in Betrieb und ist damit in den Markt für Buns und softe Brötchen eingestiegen.
Arndt Rüsges berichtet von positiven Erfahrungen, die man mit der multifunktionalen Technologie gemacht habe. „Sie zeigen, dass sich das bei der Planung verfolgte Konzept einer flexiblen Produktion bewährt hat. Die Flexibilität gibt uns die Möglichkeit, als Markenhersteller immer wieder neue Aktionsprodukte in unterschiedlichen Segmenten auf den Markt zu bringen und damit neue Impulse zu setzen.“ Gleichzeitig habe man aus dem laufenden Betrieb wichtige Erkenntnisse gewonnen: „Eine große, leistungsfähige Anlage spielt ihre Stärken insbesondere bei größeren Produktionsmengen aus. Kleinere Produktionslose mit häufigen Produktwechseln stellen aufgrund der notwendigen Rüst- und Reinigungsprozesse höhere Anforderungen.“
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Das Segment der Buns und soften Brötchen entwickelt sich positiv für den Branchenmarktführer. „Die unterschiedlichen Produkte haben sich gut im Markt etabliert“, erklärt der Geschäftsführer. „Wir sehen einen deutlichen Zuwachs bei der verkauften Menge im Vergleich zum Vorjahr. Sowohl mit den Buns als auch mit den süßen Brötchen wachsen wir schneller als der Gesamtmarkt.“
Weiterhin überdurchschnittlich legt speziell der Markt der Burger Buns zu. Laut NIQ RMS verzeichnete das Segment im Jahr 2025 ein Absatzplus von 21,4 % sowie ein Umsatzwachstum von 30,1 % gegenüber dem Vorjahr. Damit liegen Buns deutlich über der Durchschnittsentwicklung der gesamten Kategorie SB-Brötchen. „Auch unsere Zahlen zeigen den Burger Buns Trend klar“, sagt Arndt Rüsges. „Im Vergleich zum Vorjahr erkennen wir ein Wachstum von 12,8 % im Absatz. Ein Wert, der etwa drei Prozent oberhalb des Gesamtmarktes für Burger Buns liegt.“ Rüsges weiter: „Mit rund 48 % Anteil am Absatz und Umsatz der Herstellermarken im LEH im Jahr 2025 prägen Harry Markenprodukte den Markt für Burger Buns maßgeblich.“
„Sowohl mit den Buns als auch
mit den süßen Brötchen wachsen wir schneller als der Gesamtmarkt.“
Arndt Rüsges, Geschäftsführung Produktion und Technik,
Harry-Brot
Für den Burger-Bun-Trend hat der Geschäftsführer eine Erklärung. „Sie entsprechen dem Verbraucherwunsch nach gemeinsamem, unkompliziertem Genuss. Gleichzeitig geben internationale Einflüsse – allen voran die amerikanische Burger- und BBQ-Kultur – dem Segment zusätzliche Impulse. Damit bleibt die Kategorie dynamisch und für Konsumenten attraktiv.“
Wobei der Bun dem Patty nicht die Show stehlen muss. Ob Fleisch-Patty oder vegetarische bzw. vegane Alternative: Geschmack, Textur und Größe müssten aufeinander abgestimmt sein und ein Gesamterlebnis ergeben, ist Arndt Rüsges überzeugt. „Gleichzeitig sind Verbraucher offen für neue Impulse. Besondere Geschmacksrichtungen und Zutaten können dem Bun einen eigenständigen Charakter verleihen. Ein Beispiel hierfür sind unsere Harry Hot Chili Burger Buns, die wir für die Grillsaison 2026 auf den Markt gebracht haben.“

