Skip to main content Scroll Top

Erstes Quartal 2026: Bio-Umsätze legen zu

f2m-bub-KW19-pixabay-obst_und_gemuese

Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln und -Getränken stieg im ersten Quartal 2026 um 6 % im Vergleich zum ersten Quartal 2025 auf insgesamt 4,91 Mrd. EUR. Diese Zahlen ließ der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) erstmals ermitteln. Das Bio-Umsatz-Plus liegt damit über der Teuerung von Lebensmitteln von zuletzt 1,8 %. Laut BÖLW sticht das Segment Bio damit aus dem Lebensmittelmarkt hervor. Er ist im selben Zeitraum um 2,5 % gewachsen.
Besonders hoch fiel das Wachstum bei den Drogeriemärkten aus mit einem Plus von gut 14 % gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025. Sie konnten ihren Anteil am Bio-Gesamtmarkt um fast einen Prozentpunkt auf 12,8 % Marktanteil steigern. Auch der E-Commerce mit Bio baute seinen Umsatz deutlich zweistellig aus. Die meiste Bio-Ware vertrieben aber die Discounter mit einem Anteil von 30 %, gefolgt von den Vollsortimentern mit 29 %, dem Fachhandel mit 17 % und dem E-Commerce mit rund 5 %. Die restlichen 6 % verteilen sich vor allem auf Hofläden, Bäckereien, Metzgereien, Wochenmärkte und Tankstellen.
Ein zweistelliges Wachstum im Bio-Trockensortiment verzeichneten Fleischersatzprodukte, Mehl, Süßwaren, Eis, Tiefkühlkost, Feinkost, Fertigprodukte, Heißgetränke und Backwaren. Dagegen schreiben Bier und Spirituosen deutliche Rückgänge. Im Frischesortiment waren im ersten Quartal Eier und Fleisch jeweils am erfolgreichsten, vor allem durch Preiserhöhungen. Butter, Brot und Kartoffeln verzeichnen Umsatzrückgänge. Der Bio-Fachhandel weist im ersten Quartal ein Umsatzplus von 1,1 % aus. Umsatzbringer im LEH sind erneut die Bio-Eigenmarken des Handels mit einem Plus von 12,5 %.
Der BÖLW hat erstmals Quartalszahlen für den Bio-Gesamtmarkt in Zusammenarbeit mit der Agrarmarkt-Informations-Gesellschaft erhoben, basierend auf Daten der Marktforschungsinstitute NIQ Nielsen und YouGov sowie für den Fachhandel bioVista und BioBerater SD Services. Der Jahresumsatz mit Bio-Lebensmitteln lag zuletzt bei 18,23 Mrd. EUR (2025).

Bild: © pixabay