Die dänische Dragsbæk hat die Übernahme der deutschen Vortella GmbH aus Preußisch Oldendorf vereinbart. Noch steht die Transaktion unter Vorbehalt. Stimmen die Wettbewerbsbehörden zu, soll der Zukauf bis Ende des ersten Quartals 2026 abgeschlossen sein. Über den Kaufpreis vereinbarten beide Parteien Stillschweigen.
Dragsbæk stellt Hybrid-Molkereiprodukte sowie Spezialfette her und würde mit der Übernahme erstmals über eine eigene Produktion in Deutschland verfügen, für Dragsbæk eine „wichtige Plattform zu zentralen Kunden in West- und Mitteleuropa“. Vortella besteht seit mehr als 120 Jahren, produziert mit 107 Mitarbeitern Spezialfette sowie Margarinen und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 50 Mio. EUR.
Der Markt für Margarinen und Spezialfette befindet sich seit längerem in einer Konsolidierungsphase, teilt Dragsbæk mit. Gleichzeitig habe man in den vergangenen Jahren eine deutlich steigende Nachfrage von internationalen Industriekunden verzeichnet – insbesondere im Bereich der Butter- und Spezialfettprodukte. Christian Munk, CEO Dragsbæk: „Deutschland ist unser wichtigster Exportmarkt, und wir sind sehr beeindruckt von dem, was Vortella in einem intensiven Wettbewerbsumfeld erreicht hat. Die Übernahme ist daher ein konsequenter, aber bedeutender Schritt zur Stärkung unserer Position in Europa.“
Dragsbæk ist im Besitz der Gründerfamilie Nielsen sowie Orkla Food Ingredients (OFI) und beschäftigt rund 300 Mitarbeiter. Produktions- und Verwaltungsstandorte befinden sich in Vejen, Thisted sowie Randers (Dänemark). Außerdem betreibt das Unternehmen ein Werk in Litauen. 2025 erwirtschaftete die Gruppe einen Gesamtumsatz von rund 3 Mrd. DKK.
Bild: Vortella-Standort in Preußisch Oldendorf © Vortella

