Rund 2.800 ausstellende Unternehmen in 18 Messehallen – vom 7. bis 13. Mai 2026 trifft sich die weltweite Processing- und Packaging-Branche in Düsseldorf. Die Hot Topics in diesem Jahr: Smart Manufacturing, Innovative Materials und Future Skills.
Eine zentrale Rolle für die Süß- und Backwarenbranche spielen die Hallen 1, 3 und 4 direkt am Eingang Süd des Düsseldorfer Messegeländes. Dort haben die Veranstalter Produkte und Lösungen für die beiden Branchen konzentriert – von der Rohstoffverarbeitung über Formgebung und Überzug bis zur Primär- und Sekundärverpackung.
Die Perspektiven sind trotz zahlreicher Herausforderungen positiv. So lag der globale Markt für Backwaren 2024 bei 177 Mio. Tonnen. Bis 2029 wird ein Wachstum von 9,6 % erwartet. Besonders dynamisch entwickeln sich Märkte im Mittleren Osten und in Afrika. Auch der weltweite Süßwarenmarkt wächst um 4,5 % bis 2029. Lateinamerika sowie der Mittlere Osten und Afrika zeigen zweistellige Wachstumsraten, während Nordamerika leicht rückläufig ist (Quelle: Euromonitor International/ VDMA). Das Marktumfeld ist damit stabil. Gleichzeitig verschieben sich Absatzregionen, Kostenstrukturen und regulatorische Rahmenbedingungen.
Thomas Bischof
Wie groß die Herausforderungen sind, verdeutlichen Unternehmen, die 2026 im Süß- und Backwarenbereich der interpack vertreten sind, wie Bühler. Thomas Bischof, Global Head of Business Development Consumer Foods bei Bühler, erklärt: „Der größte Transformationsdruck entsteht aus der gleichzeitigen Wirkung von Rohstoffkrisen, Nachhaltigkeitsanforderungen, Gesundheitsregulierung und Kostensteigerungen. Der zentrale Hebel für Unternehmen liegt deshalb in drei Bereichen: Resiliente und nachhaltige Rohstoff- und Lieferketten, Rezeptur- und Produktinnovation (v. a. Zuckerreduktion und alternative Zutaten) sowie Effizienzsteigerung und flexible Produktion.“
Die strukturellen Anforderungen treffen auf eine angespannte Kostensituation. „Die Süßwaren- und besonders die Schokoladenindustrie stehen derzeit unter massivem Kostendruck, vor allem durch stark gestiegene Rohstoffpreise. Dadurch steigt der Bedarf an hoch effizienten und langlebigen Produktionsanlagen. Gleichzeitig erzwingen steigende Energiekosten Investitionen in moderne Technologien, die den Energieverbrauch spürbar senken“, so Klaus-Dietrich Franzmeier, Director Sales & Marketing bei Sollich.
Chris Isom
Vor dem Hintergrund schwankender Rohstoffkosten, Personalengpässen und zunehmender Unsicherheiten in Bezug auf Handel und Zölle betont Chris Isom, General Manager Food, Coperion Food, Health & Nutrition Division, die Dringlichkeit, Durchsatz und Qualität mit weniger Personal zu sichern: „Dies erfordert eine strengere Prozesskontrolle, schnellere Umrüstungen sowie hygienischere und konsistentere Abläufe. Erfolgreich sein werden jene Unternehmen, die intelligent modernisieren, indem sie Automatisierung und integrierte Systemverbesserungen nutzen, um die Produktkonsistenz zu erhöhen, die Flexibilität zu verbessern und die Gesamtbetriebskosten zu senken.“
Exponate auf der interpack
AMF Bakery Systems
Halle 1, Stand A69
AMF stellt Automatisierungslösungen zur Herstellung von Pizza, Feinbackwaren, Kuchen und Torten vor. Eine der bedeutendsten Innovationen ist die neueste Generation der Den Boer Tunnelöfen. Sie werden in Gas-, Elektro-, Wasserstoff- und Hybrid-Ausführung angeboten. Die Öfen setzen den Angaben zufolge neue Maßstäbe in puncto Backleistung und Nachhaltigkeit. Aus dem Unternehmen heißt es: „Unsere neuesten Innovationen sind darauf ausgelegt, die wichtigsten Prozesse in Bäckereien – Kneten, Laminieren, Ausrollen, Formen, Verzieren und Backen – zu optimieren und so einen höheren Durchsatz, eine gleichmäßigere Konsistenz der Endprodukte und eine intelligentere Automatisierung entlang der gesamten Produktionslinie zu ermöglichen.“
Was die Servicedienstleistungen anbelangt, wird das Angebot kontinuierlich um verbesserte Schulungsprogramme, intelligente digitale Tools und einen schnelleren Remote-
Support verbessert. „Klare Service-Level-Agreements (SLAs) definieren Reaktionszeiten und Serviceverpflichtungen, während direkt ab Lager verfügbare Ersatzteile Ausfallzeiten minimieren.“
Ashworth
Halle 13, Stand C27
Ashworth konzentriert sich auf neue Förderbandlösungen aus Metall und Kunststoff, wie PosiDrive, eine Direktantriebslösung für Spiralfördersysteme (Metallband). Das Edelstahl-
Gitterband verfügt über Mitnehmer an der Innenkante. Die Mitnehmer greifen in vertikale Rippen auf der spiralförmigen Mitteltrommel und werden von diesen angetrieben. Komplett aus Kunststoff gefertigt ist Plastic PosiDrive Spiral® für Bäckereien und TK-Produktehersteller. Mit verschiedenen Größenoptionen, optionalen Stahlstangen für höhere Lasten und Übersetzungsverhältnissen bis hinunter zu 1,7 ist es so konstruiert, dass es Produkte durch Gärprozesse, Gefriervorgänge und darüber hinaus reibungslos transportiert. Mit SmartSpiral® bietet Ashworth ein Monitoringsystem an, mit Echtzeitüberwachung mehrerer Spiralen an verschiedenen Standorten, was von überall aus möglich ist.
AZO
Halle 4, Stand E25
Auf intelligenten, vernetzten und nachhaltigen Lösungen für das automatisierte Handling von Rohstoffen und Schüttgütern liegt der Fokus bei AZO. Zu den Highlights zählt eDos, ein neues Dosiersystem für präzises und intelligentes Dosieren in vernetzten Prozessen. Es ist ausgerichtet auf die „Verbesserung von Dosiergenauigkeit, Flexibilität und Effizienz bei anspruchsvollen Rezepturen und sich ändernden Produktionsanforderungen“. Für Kleinstmengen, bei denen präzise manuelle Eingaben gefragt sind, ist das manuelle Wiege-
system ManDos ideal. AZO fasst seine Funktion so zusammen: „Smart geführt, ergonomisch und digital dokumentiert.“ Die Anlagenlösungen zeigt das Unternehmen interaktiv in 3D, u. a. auf einer großen 3D-Powerwall und in Hologramm-Präsentationen. So werde greifbar, wie die Systeme zur intelligenten Automatisierung der Prozesse beitragen: von der Rohstoffannahme und Lagerung über das Fördern, Sieben, Dosieren bis hin zum Wiegen und Steuern.
BVT
Halle 3, Stand C367
BVT (Verhoeven Family of Companies BV) feiert einen Meilenstein: Der Bäckereimaschinen-Spezialist ist seit 25 Jahren im internationalen Bäckereimarkt aktiv. Der Slogan „The sky is not the limit“ stehe weiterhin für die eigene pragmatische Herangehensweise und dafür, was man den Kunden bieten könne, nämlich Innovation, Komfort, Kreativität und Flexibilität. In diesem Jahr fügt man nun Folgendes hinzu: „No Future without History“. Dazu BVT: „Mit Blick auf die ‚Bäckerei der Zukunft‘ greifen wir auf das Wissen und die Erfahrung zurück, die wir in dem Vierteljahrhundert Bäckereigeschäft gesammelt haben.“ Sein Portfolio an Anlagen zeigt das Unternehmen in einem neuen 3D-Stil. Besucher können es insofern interaktiv erkunden. Außerdem wird über das Repeatloaf-Konzept informiert und anhand Live-Demonstrationen wird gezeigt, welche Verbesserungen der Einsatz von Vakuum-Technologie mit sich bringt.
Coperion
Halle 4, Stand C23
Coperion rückt den Aspekt „Integration“ in den Messemittelpunkt. Das bedeutet: „Anlagen, Steuerung und Automatisierung werden so verknüpft, dass Modernisierungen konkrete Ergebnisse liefern – etwa höhere Produktkonsistenz, schnellere Umrüstungen, bessere Hygiene und eine belastbare Datengrundlage.“ Auf der interpack zeigt das Unternehmen Lösungen zur Modernisierung bestehender Linien. Dazu gehören Knettechnologie wie der Wendel-Kneter von Diosna, Applikationstechnologien wie Bakon Disc Spraying sowie flexible Depositing-Lösungen mit der Unifiller MultiStation. Für Extrusionsanwendungen wird zudem die SBX-Plattform vorgestellt.
Fraunhofer
Halle 4, Stand C54
„Bringen Sie gerne Ihre konkreten Fragestellungen mit“, offeriert das Fraunhofer IVV. Zu den Highlights am Stand gehört z. B. das patentierte Hochgeschwindigkeits-Impulsschweißverfahren „HIS“ zum Siegeln von Monofolien, das laut Institut Energieeinsparung von bis zu 95 % leisten kann und auch für anspruchsvolle Anwendungen (Hochgeschwindigkeitsprozesse, temperatursensible Produkte, enge Prozessfenster) eingesetzt werden kann. Auch kreislauffähige Barrierekonzepte stellt das Institut vor. Es sind tiefziehfähige Lacke für den lebensmittelkonformen Einsatz von Rezyklaten.
FRITSCH
Halle 5, Stand A23
FRITSCH ist am Stand der MULTIVAC Gruppe vertreten. Unter dem Motto „Mehrwert schaffen“ demonstriert das Unternehmen ein breites Spektrum an Lösungen für die Verarbeitung und Verpackung. Bei allen neuen FRITSCH-Anlagen liegt der Fokus auf der Entwicklung von Systemen, die höchste Hygienestandards, einfache Handhabung und eine starke Leistung bieten. Mit den „Smart Services“ erreichen Anwender maximale Transparenz in der Produktion und im jeweiligen Anlagenstatus, indem die User die Daten erfassen und Handlungsempfehlungen proaktiv erhalten, noch bevor es zu einem Komponentenausfall kommen kann.
GEA
Halle 6, Stand C27
Mit dem Bake Depositor 2LC gibt es bei GEA eine Lösung für das präzise Ablegen von weichen Teigen und halbflüssigen Massen zu sehen. Die Maschine eignet sich für die Herstellung von Weichkeksen, wie geschichteten, drahtgeschnittenen Gebäcken, Produkten mit weichem Kern oder coextrudierten, auch zweifarbigen Backwaren. Die Maschine lässt sich stand-alone einsetzen oder in eine bestehende Linie integrieren. Trotz der kompakten Größe bietet der Bake Depositor 2LC eine hohe Produktionsleistung: Er erreicht bis zu 50 Hübe pro Minute bei geschichteten und 100 Schnitte pro Minute bei drahtgeschnittenen Produkten. Vorgestellt wird außerdem der elektrische Industriebackofen E-Bake G2 (der zweiten Generation). Er ist für Hart- und Weichkekse sowie Cracker ausgelegt. Entscheidend für die Leistung des Ofens ist seine modulare Architektur, durch die eine individuelle Steuerung der einzelnen Backzonen möglich ist.
GHD Hartmann
Halle 3, Stand A73
Bei GHD Hartmann liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem patentierten Wrap-Close-System, eine, so der Maschinenbauer, vollständig neue Verpackungslösung, die Maßstäbe setzt. Mit Wrap-Close entwickelte das Unternehmen eine vollautomatisierte Anlage zum Wickeln von Papier- oder Kunststoffbeuteln, die mittels eines Papier-Klebeetiketts sicher verschlossen werden. Das Verfahren kombiniert mehrere Vorteile in einem Prozess: Die Verpackung wird gewickelt, geformt und gleichzeitig verschlossen – ganz ohne klassische separate Verschlusselemente. Das eingesetzte Papier-Klebeetikett übernimmt sowohl die Verschlussfunktion als auch die Möglichkeit zur Kennzeichnung, Individualisierung und Markenkommunikation. GHD Hartmann: „Wrap-Close ermöglicht eine zuverlässige, reproduzierbare Verpackungsqualität auch bei hohen Taktleistungen. Die präzise Steuerung und die robuste Maschinentechnik gewährleisten eine sichere Verarbeitung unterschiedlichster Materialien und Produktgrößen.“ Das System eignet sich sowohl für industrielle Anwendungen als auch für Produkte mit besonderen Anforderungen an Optik und Nachhaltigkeit. Neben dem Wrap-Close-System präsentiert das Unternehmen sein umfassendes Portfolio an Verpackungs- und Verschlusstechnologien. Dazu zählen Maschinenlösungen für unterschiedliche Verpackungsarten, Materialien und Produktanforderungen. Alle Systeme zeichnen sich den Angaben zufolge durch hohe Prozesssicherheit, Wartungsfreundlichkeit und Skalierbarkeit aus.
Handtmann
Halle 5, Stand B37
Handtmann stellt auf der interpack ein breites Spektrum an Produktionslösungen für Back- und Süßwaren sowie Snackprodukte vor. Alle Systeme zum Portionieren, Schneiden, (Teig-)Teilen, Formen, Dosieren und Coextrudieren sind flexibel konfigurierbar und für die verschiedensten Einsätze geeignet – für weiche Konsistenzen bis zu festen Massen. Beispiele für solche Anwendungen sind Rollfondant, Bars und Riegel in allen Varianten, Cookies, Muffins, Biskuit-
riegel, Fruchtpasteprodukte, Marzipanprodukte, Brotchips, Gemüsesticks, Cracker, Magenbrot, Lebkuchen, Konfekt, Magdalenas, Quarkbällchen, Nuss-, Maronen-, Dattelpaste oder Innovationen wie Candys in Collagenhülle oder Produkte in Alginathülle (z. B. süße Paste).
Im Bereich Dosieren präsentiert das Unternehmen mehrere Lösungen für Produktmassen, die in der Konsistenz von sehr flüssig bis pastös reichen können. Sie können auch inhomogen sein, stückige oder große Einlagen enthalten oder einen hohen Flüssigkeitsanteil haben und in Becher, Schalen, Gläser oder Tiefziehverpackungen dosiert oder auf ein Teigband aufgebracht werden. Vielfalt entsteht durch unterschiedliche Auslassvarianten mit Stempel, Loch- und Sterntüllen und durch die Möglichkeit, in einem Temperaturbereich bis 90 °C dosieren zu können. Ein konkretes Exponat in Düsseldorf ist die vollautomatisierte, mehrbahnige Dosierlösung DS 560 P für Back- und Süßwaren.
Ein anderes Ausstellungstück ist eine modulare Lösung zur Herstellung von Formprodukten. Das einbahnige All-in-One-Formsystem FS 525 kombiniert zwei Formprinzipien und bietet damit eine völlig neue Flexibilität: Mit der Lochplatten-Formtechnik lassen sich frei geformte 3D-Produkte herstellen, und mit dem Rotationsschneidprinzip können unterschiedliche Querschnitte mit glattem Schnitt produziert werden.
Für Messebesucher, die nach innovativen Lösungen suchen, steht das ConPro-Sachet-System bereit. Es ermöglicht die Herstellung unterschiedlicher Produktformate in einer Alginathülle, wie Snacks, und deren Übergabe in Trays oder die Zuführung zu einer Schlauchbeutelmaschine.
Hastamat
Halle 14, C22
Gemeinsam mit dem Schwesterunternehmen LoeschPack stellt Hastamat aus und präsentiert Maschinen für das Zuführen, Wiegen und Verpacken, darunter die vertikale Schlauchbeutelmaschine „RM-270“. Die Maschine verpackt frische und tiefgekühlte Lebensmittel ebenso wie stangenförmige Produkte, Snacks und Cracker, Cookies und Süßwaren. Im Hochgeschwindigkeitsbereich formt, befüllt und verschließt sie bis zu 250 Beutel pro Minute. Dabei verarbeitet die RM-270 unterschiedliche Beutelformen auch mit recycelbaren Hüllstoffen. Ein anderes Exponat ist eine Zählanlage aus der ZA-Serie für empfindliche Produkte wie schokolierte Produkte oder Waffelröllchen. Über Synchroschalen, Becherwerke, Zuführrinnen oder -bänder gelangen die Artikel zu den modular angeordneten Zählstationen. Sie zählen und dosieren die Produkte stückgenau – bis zu 70 Dosierungen pro Minute und Spur – in Schlauchbeutel, Dosen oder Trays.
Hugo Beck
Halle 11, Stand A74
Als Alternative zum Verpacken mit Plastik-Schrumpffolien und übermäßigem Kartoneinsatz präsentiert Hugo Beck in Live-Demos den neuen Bündelpacker paper S für nachhaltige Transport- und Sekundärverpackungen aus Papier. Er ermöglicht eine enge Verpackung mit Kraftpapier – mit oder ohne Tray – und bietet damit den Angaben zufolge eine sichere sowie ressourcenschonende Lösung für Transportverpackungen auch für FMCG-Hersteller.
Linx
Halle 8b, Stand C59
Neue Continuous Ink Jet-Drucker (CIJ) bringt Linx mit nach Düsseldorf. „Die interpack ist eine globale Plattform für die Verpackungsindustrie und bietet uns daher die ideale Gelegenheit, den Besuchern eine Innovation vorzustellen, die unserer Meinung nach die Codierung und Markierung für vielbeschäftigte Produktionsleiter revolutionieren wird“, sagt Mark Cooper, Senior Director Product and Marketing. Premiere wird außerdem ein neues Modell der Großschrift-Markierungsdrucker haben. Die Technik zum Aufdruck von Texten, Logos und Grafiken auf Karton oder Papier kommt im Laufe des Jahres auf den Markt.
LoeschPack
Halle 14, C22
Mit der neuen Maschinengeneration der FHW-S ist Loesch-Pack mit einer kompakten, wartungsfreundlichen und gut zugänglichen Schlauchbeutelmaschine vor Ort. Die horizontale Maschine für Kalt- und Heißsiegelapplikationen arbeitet ohne externe Druckluft. Eine vereinfachte Bedienung, die verbesserte Folienbahnsteuerung sowie schnelle Formatwechsel erhöhen die Produktionssicherheit und reduzieren Stillstandzeiten, heißt es. In Kombination mit einer produkt-spezifischen Zuführung verpackt die FHW-S bis zu 2.100 Produkte bei einer Foliengeschwindigkeit von bis zu 205 m pro Minute – auch in papierbasierte Packmittel.
MECATHERM und ABI
Halle 4, Stand E50
MECATHERM und ABI stellen ihre Anlagen und Prozesslösungen auf der Messe gemeinsam vor. Ziel beider Unternehmen ist es, Lebensmittelhersteller bei der Bewältigung ihrer Herausforderungen in Sachen Produktqualität und -vielfalt, Flexibilität und Leistungsfähigkeit zu unterstützen. Produkte wie Quiches, Flan-Desserts oder gefüllte Teigtaschen wie Empanadas erfreuen sich bei Verbrauchern immer größerer Beliebtheit, berichtet MECATHERM. Ihre industrielle Produktion stellt die Hersteller jedoch vor Herausforderungen, denn sie sind besonders empfindlich und müssen während des gesamten Prozesses – vom Dosieren bis zum Entformen – in ihren Formen verbleiben. Das umfasst auch das Garen, Backen, Kühlen und Frosten. Auf der interpack können Besucher das vertikale Handlingsystem M-UB live erleben. Am Messestand wird eine reinigungsfreundliche Version präsentiert, die sich für anspruchsvolle Hygieneumgebungen eignet. Das System lässt sich als Gär-, Kühl- oder Gefrierschrank in Linien integrieren und gewährleistet eine stoßfreie Bewegung, ideal für empfindliche Produkte.
Näheres erfahren die Besucher außerdem über formenbasierte Fördertechnik, die mehr Flexibilität möglich macht. Die kontinuierliche Formenreinigung erlaubt schnelle Rezeptur-
oder Formatwechsel. Wird ein Puffer in die Linie integriert, bleibt die Produktqualität auch bei vorübergehenden Produktionsstillständen sicher erhalten.
MECATHERM präsentiert zudem seinen M-DAN-Ofen, der für präzises und homogenes Backen empfindlicher Produkte entwickelt wurde. Sein hygienisches Design vereinfacht die Reinigung und erfüllt hohe Lebensmittelsicherheitsstandards bei gleichbleibenden Backergebnissen.
Weiterhin informiert das Messeteam über Updates der digitalen Plattform MyMecatherm, die entwickelt wurde, um das Monitoring zu vereinfachen, und über EYE-Q, das KI-integrierte Qualitätskontrollsystem von ABI. Das System wird an mehreren Stellen der Linie implementiert und analysiert Daten, um fehlerhafte Produkte frühzeitig erkennen zu können und so Food Waste zu reduzieren.
Mettler-Toledo
Halle 11, Stand A60
Eine Weltpremiere kündigt Mettler-Toledo an: „Eigens entwickelt, um die Produktivität zu steigern und gleichzeitig die Konformität in modernen Produktionsumgebungen zu vereinfachen, stellt die neue Serie M50 R mit verbesserter Erkennungsempfindlichkeit die nächste Generation der Metallsuchtechnik dar.“ Im Bereich Kontrollwägen wird die C35 Hochleistungs-Kontrollwaage vorgestellt, und zwar anhand von Anwendungen der Lebensmittel- und Pharmaindustrie. Die Kontrollwaage erreicht jetzt ein neues Leistungs-
niveau und eignet sich auch in anspruchsvollen Anwendungen für Liniengeschwindigkeiten von mehr als 800 Produkten pro Minute.
MULTIVAC Group
Halle 5, Stand A23
„Unternehmen müssen Verpackungen heute ganzheitlich betrachten“, erklärt die MULTIVAC Group. „Neben Kosten zählen auch Recyclingfähigkeit, Klimabilanz und Lieferkettentransparenz.“ Wie Verpackungen und entsprechende Prozesse neu gedacht werden, zeigt die Gruppe auf der interpack mit ihrem Smart-Packaging-Ansatz. Smart Packaging versteht man im Unternehmen als einen durchgängigen Lifecycle-Ansatz – von der ersten Designentscheidung bis zum Recycling. „Im Fokus unseres Ansatzes steht die Kreislaufwirtschaft. Entscheidend sind dabei der Einsatz recyclingfähiger Packstoffe und ein darauf abgestimmtes Verpackungsdesign“, erklärt Marina Schedel, Project Manager im Innovation Center von MULTIVAC. „Ein weiteres Element ist die konsequente Materialreduktion. Durch optimiertes Packungsdesign, die Reduzierung der Folienstärke sowie innovative Form- und Maschinentechnologien lassen sich der Materialverbrauch und somit auch der CO2-Wert sowie die Kosten signifikant reduzieren, ohne Kompromisse bei Produktschutz, Prozessstabilität oder Linienleistung einzugehen. Digitale Features, wie der digitale Produktpass, können zudem Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette schaffen.“
In Düsseldorf präsentiert MULTIVAC diese Kompetenz anhand verschiedener Verpackungstechnologien, wie dem horizontalen Flowpacker W 500, der für anspruchsvolle Produktionsumgebungen ausgelegt ist und auch empfindliche Produkte verarbeitet. Sein offenes, gut zugängliches Design erleichtert Produktwechsel, Reinigung und Wartung, während das servogeregelte Box-Motion-Siegelsystem die Herstellung hermetisch dichter Verpackungen ermöglicht. Für das Verpacken in Beuteln zeigt das Unternehmen die Kammerbandmaschine B 625. Ausgestattet mit dem neuen Single Wire Seam Seal-Siegelsystem gewährleistet sie eine konstant hohe und reproduzierbare Siegelqualität, selbst bei immer dünner werdenden Folienmaterialien oder in verschmutzten Siegelbereichen.
PROBAT
Halle 3, Stand C32
Verarbeitungskonzepte für Kaffee, Kakao, Schokolade und Snacks stehen bei PROBAT im Mittelpunkt. Zum Beispiel der neue Horn CRB Continuous Roaster Belt, der sich besonders für die Trocknung und Röstung von Nüssen und Samen eignet. Er wurde für hohe Leistungen und eine längere Produkthaltbarkeit entwickelt. Mit seiner Luftstromgeometrie sorgt er den Angaben zufolge für eine gleichmäßige Heißluftverteilung und eine kontrollierte Feuchtigkeitsregulierung. Auf diese Weise verbessere er die Maillard-Reaktion und verhindere gleichzeitig eine übermäßige Trocknung.
Reading Bakery Systems
Halle 1, Stand B70
Auf dem Stand von Reading Bakery Systems (RBS) gehört der Emithermic XE Ofen zu den Highlights. Der Ofen der neuen Generation kann herkömmliche direkt befeuerte Gasöfen ersetzen. Durch den Verzicht auf Bandbrenner und den Einsatz eines zentralen Wärmeverteilungssystems mit Strahlungs- und Konvektionswärmeübertragung sorgt er für gleichmäßigere Backbedingungen und vereinfacht die Wartung und Bedienung. Der Ofen ist für das Backen von Keksen und Crackern ausgelegt.
Die Messebesucher erfahren außerdem mehr über die WCX Drahtschneidemaschine, eines der laut Unternehmen vielseitigsten Systeme zur Keksformung am Markt. Auf der WCX lässt sich eine breite Produktpalette herstellen, darunter zweifarbige Kekse, Riegel und gefüllte Produkte. Anhand einer Auswahl an Keks-, Cracker- und Snackvarianten aus aller Welt demonstriert RBS die Vielfalt an Texturen, Formen und Aromen, die Gebäck- und Snackhersteller mit der Technologie des Unternehmens kreieren können.
Was das Mischen und Kneten anbelangt, unterstützt die kontinuierlich arbeitende Exact Mixing Technologie von RBS Bäckereien dabei, besonders gleichmäßige Teige herzustellen, den Arbeitsaufwand zu reduzieren und Chargenschwankungen zu eliminieren.
Prozessmesstechnologien wie den SCORPION® erweitert das Unternehmen kontinuierlich. Dieses System liefert Einblicke in Temperatur, Wärmestromdichte, Luftstrom und Luftfeuchtigkeit im Ofeninneren. Hersteller können durch die Daten den Backprozess optimieren, eine gleichbleibende Produktqualität gewährleisten und gleichzeitig die Energieeffizienz verbessern.
Schubert
Halle 14, Stand D01
Schubert präsentiert Innovationen aus allen Produktlinien: das heißt im Bereich TLM (Top Loading Maschinen Systemen) für anspruchsvolle Prozesse im Primär-, Sekundär- und Tertiärverpackungsbereich, aus der Lightline Maschinenserie für das automatisierte Verpacken mit vorkonfigurierten Standardmaschinen und aus der tog Reihe. Wobei „tog“ für „together“ steht. Gemeint sind Lösungen, bei denen Mensch und Maschine zusammen agieren. Ziel sei maximale Wandlungsfähigkeit. Auf der interpack stellt Schubert mit dem Aufrichter tog.101 und dem Cobot tog.519 die ersten zwei Maschinen der Reihe vor. Beide würden ganz neue Freiräume in der Produktion eröffnen.
SOLLICH
Halle 3, Stand F20
Verbesserte Reinigungslösungen für unterschiedliche Maschinentypen sind bei SOLLICH, einer der führenden Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Süßwarenindustrie, eines der Messethemen. Bei der neuen Generation der Überziehmaschine ENROMAT M6 Flex beispielsweise sind dank des herausfahrbaren Massewagens und des separat herausfahrbaren Gitterbands alle Anlagenteile leicht erreichbar und somit effizient zu reinigen.
Das Unternehmen treibt zudem die Entwicklung KI-basierter Assistenzsysteme voran. Die 2023 vorgestellte Selbstanalysefunktion der Temperiermaschinen wurde konsequent weiterentwickelt und auf den Bereich der Überziehmaschinen erweitert. Ziel ist eine automatisierte Anpassung der Prozessparameter, um den Bedienaufwand zu reduzieren und die Produktqualität noch stabiler zu gestalten. Mit dem SOLLICH TEMPERGRAPH steht eine bewährte Lösung zur automatischen Messung des Temperiergrades zur Verfügung – auf Wunsch direkt in der Überziehmaschine integriert. Ergänzt wird dies durch weiterentwickelte Komponenten wie die Taupunktanzeige im Kühlkanal.
Für Hersteller mit kleineren Produktionsvolumina präsentiert SOLLICH die kompakte MINICONBAR für die flexible Riegelproduktion. Neu vorgestellt wird der Z-Mischer SBK für das Mischen und Anwirken für den immer wichtiger werdenden Markt der Proteinmassen. Dazu passend wird ein spezielles Massefördersystem zur Bespeisung der Formanlage gezeigt.
Stäubli
Halle 15, Stand C38
In sensiblen Branchen wie Food, Pharma und der Medizintechnik gelten besondere Gesetzmäßigkeiten. Standardroboter sind dort deshalb bestenfalls im Sekundärverpackungsbereich anzutreffen. Für alle anderen Aufgaben, etwa das Verpacken offener Lebensmittel, sind Roboter erforderlich, die strenge Hygieneanforderungen erfüllen. Mit verschiedenen Modellvarianten an Vier- und Sechsachsrobotern kann Stäubli diese Anforderungen nach eigenen Angaben erfüllen. Auf der interpack präsentiert das Unternehmen in einer KI-optimierten, robotergestützten Food-Applikation den Einsatz des „TS2-80 SCARA in HE- und H1-Ausführung“ bei der Handhabung unverpackter Lebensmittel. Die Besonderheit: Der SCARA ist mit einem neu designten Faltenbalg ausgerüstet, dessen Materialeigenschaften den FDA-Richtlinien entsprechen, weshalb sich der Roboter für den Einsatz im direkten Kontakt mit Lebensmitteln eignet. Darüber hinaus wurde das Roboterportfolio um zwei Innovationen erweitert. „Auf der Interpack präsentieren wir neben zwei Demoapplikationen auch den TX2-60L Stericlean+ in Hollow Wrist-Ausführung sowie den Sterimove, den weltweit ersten Mobilroboter, der unter aseptischen Bedingungen arbeiten kann“, kündigt Peter Pühringer, Geschäftsführer Stäubli Robotics, an.
Syntegon
Halle 6, Stand A31–B31
„Lassen Sie uns Ihre Factory of the Future neu denken“, mit diesem Ansatz wendet sich Syntegon an die Messebesucher. Die Vision: eine Produktion, die Automatisierung, Robotik, Digitalisierung und künstliche Intelligenz einsetzt, damit sich Menschen auf intelligentere Aufgaben konzentrieren können, als Maschinen manuell zu bedienen. Auch die Lebensmittelbranche verändere sich rasant: „Verbraucherwünsche ändern sich über Nacht. Arbeitskräfte sind knapp. Ausfallzeiten kosten mehr als je zuvor.“ Mit der innovativen vertikalen Verpackungsplattform SVX stellt das Unternehmen Lebensmittelbetrieben eine Lösung vor, um den heutigen und den künftigen Kundenanforderungen begegnen zu können. Mit einer Geschwindigkeit von 300 Beuteln pro Minute ermöglicht die Maschine mit kleiner Stellfläche den Angaben zufolge niedrige Kosten pro Beutel, lässt einen schnellen, einfachen Wechsel zwischen Beutelformen zu und reduziert den Verpackungsmaterialverbrauch mit patentierter Technologie um 50 %.
TNA Solutions
Halle 14, Stand C56 & D56
Mit einem klaren Ziel reist TNA Solutions nach Düsseldorf: Innovationen sollen Dinge vereinfachen. Das Unternehmen setzt auf intelligente, integrierte Lösungen, die Hersteller von Snacks und Süßwaren helfen sollen, ihre Produktionslinien zukunftssicher zu gestalten, ohne zusätzliche Komplexität hineinzubringen. CEO Michael Jonson: „Auf der interpack zeigen wir, wie einfaches Design und unkomplizierte Bedienung zu spürbaren Vorteilen entlang der gesamten Produktionslinie führen: schnellere Umrüstungen, weniger Unterbrechungen, geringerer Wartungsaufwand und intelligentere Modernisierungen, die sich sowohl für neue als auch für bestehende Anlagen lohnen. Intelligente Integration kann für Lebensmittelhersteller ab 2026 einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bringen.“
WP BAKERYGROUP
Halle 3, Stand E55
Die WP BAKERYGROUP stellt in Düsseldorf komplette Anlagenlösungen in den Fokus. Ganz nach dem Anspruch „think process!“ positioniert sich der WP Unternehmensverbund auf seinem 140 Quadratmeter großen Stand als integrierter Lösungsanbieter von kompletten Anlagen und Linien. Im Zentrum stehen die Lösungen der Marken WP Bread, WP Donut, WP Roll, WP Toast, WP Pizza, WP Snacks und WPthinkAI. Neben den Produkten und den prozesstechnischen Lösungen stehen künstliche Intelligenz und die Marke WPthinkAI im Mittelpunkt. Wie schon auf der iba 2025 werden die Lösungen digital präsentiert.
Zeppelin Systems
Halle 4, Stand E35
„We Create Solutions!“ lautet der Slogan von Zeppelin Systems. Das Unternehmen stellt in diesem Jahr die Themen Kostenersparnis, Zeitgewinn und nachhaltiger Ressourceneinsatz in den Mittelpunkt seines Messeauftritts. „Unsere Systeme DymoMix, Codos sowie unsere Fermentationsanlagen beweisen täglich in der Praxis, dass wirtschaftliches Arbeiten, kürzere Produktionszeiten und Ressourceneffizienz hervorragend miteinander harmonieren“, erklärt der CSO Hubert Stojanovic. „Besucher erhalten einen anschaulichen Einblick, wie unsere Lösungen in realen Produktionsprozessen wirken – verständlich erklärt und digital erlebbar.“
Zu den Exponaten gehört der DymoMix, der mit seinem Prinzip der sofortigen Anteigung laut Unternehmen seit vielen Jahren überzeugt. Dadurch entfällt der klassische Mischvorgang im Chargenbetrieb, die Batchzeiten werden deutlich verkürzt und die Gesamtleistung steigt im Vergleich zu herkömmlichen Systemen. Ein weiterer Vorteil: „Die Rohstoffe werden äußerst schonend und gleichzeitig homogen benetzt. So entsteht selbst bei minimalem Wasser- bzw. Feuchtigkeitseintrag ein optimal hydratisierter und strukturierter Teig“, berichtet Ingo Pütz, Global Market Manager Sales Food bei Zeppelin Systems. „Dank seines robusten Getriebes arbeitet der DymoMix zudem besonders energieeffizient.“ Das System ist flexibel im Batch-, Conti-, Linear- oder Fermentationsprozess einsetzbar und deckt einen Leistungsbereich von 1.000 bis 6.000 kg/h (TA135–250) ab. Die gute Zugänglichkeit – etwa durch ein schnell abnehmbares Schutzrohr und eine schwenkbare Konstruktion – erleichtert die Wartung und Reinigung. Eine integrierte CIP-Reinigung reduziert Reinigungszeiten.
Auch über das kontinuierliche Misch- und Knetsystem Codos informiert das Unternehmen. Es verarbeitet verschiedene Teigarten und ermöglicht durch seine hohe Flexibilität schnelle Rezepturwechsel bei gleichzeitigen Kostenvorteilen. Ein besonderes Merkmal sind die variablen Eintragsstellen entlang des Trogs: Rückteige, empfindliche Zutaten wie Schokoladenstücke oder Fette können gezielt zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingemischt werden. Dies verhindert u.a. ein Überkneten oder den Bruch sensibler Komponenten.
Die Fermentationsanlagen von Zeppelin Systems eignen sich sowohl für Vorteige (TA ≥ 200) als auch für Sauerteige (TA ≥ 210) und liefern konstante, reproduzierbare Vorteig- und Sauerteigqualitäten. Das doppelwandige, optimierte Behälterdesign sorgt für bessere Kühlung und insgesamt höhere Effizienz. Die Anlagen decken einen Leistungsbereich von 500 bis 4.000 kg/h ab und können bei Bedarf modular erweitert werden. Moderne Steuerungstechnik – darunter adaptive Regelkreise zur Engpassvermeidung – führt zu schnelleren Produktionszyklen. Gleichzeitig wurden dank optimierter Reinigungsprozesse und Kreislaufführung die Wasserverbräuche weiter reduziert. „Durch verbesserte Sensorik und präzise Dosierung lassen sich Verluste im Produktionsprozess zusätzlich minimieren“, so Dr. Christian Faber, Senior Sales Manager Starch and Derivates Industry.

