Die Bäckerei Rudolf Neff in Karlsruhe hat Insolvenz angemeldet und durchläuft ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung. Die Geschäftsführung um Andreas Reich, Kati Neff-Reich und Simon Reich bleibt im Amt und wird von den Rechtsanwälten Jens Lieser und Alfred Kraus, LIESER Rechtsanwälte, als Generalhandlungsbevollmächtigte unterstützt. Produktion und Verkauf laufen uneingeschränkt weiter.
Das Unternehmen beschäftigt rund 200 Mitarbeiter, befindet sich in vierter Generation im Familienbesitz und verkauft seine Backwaren über 19 eigene Standorte in Karlsruhe und der Region – darunter Bäckereifilialen, Cafés sowie Verkaufsstellen in Supermärkten.
Die Geschäftsführung zeigt sich zuversichtlich, gemeinsam mit den beiden Sanierungsexperten und in enger Abstimmung mit dem vorläufigen Sachwalter tragfähige Lösungen zu erarbeiten. „Wir stehen als Familienunternehmen zu unserer Verantwortung für unsere Mitarbeiter, für unsere Kundschaft und unser handwerkliches Erbe, für dass wir alle mit großem Einsatz und Überzeugung täglich einstehen“, so Geschäftsführer Andreas Reich. „In den kommenden Monaten werden wir einen Sanierungsplan erarbeiten und alles tun, um eine nachhaltige Sanierung und Fortführung zu erreichen“, sagt Generalhandlungsbevollmächtigter Jens Lieser.
Als Gründe für die Schieflage werden massive Kostensteigerungen für Energie und Rohstoffe genannt. Aufgrund des intensiven Wettbewerbs und der hohen Preissensibilität der Kundschaft, hätten die Mehrkosten nur in sehr geringem Umfang an die Verbraucher weitergegeben werden können. Preiserhöhungen hätten zu weiteren Umsatzverlusten geführt, da Verbraucher in Inflationszeiten sonst auf günstigere Angebote im Discountbereich ausgewichen wären.
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