Mit der Pistortech GmbH ist im Mai 2026 ein neuer Player mit klaren Wachstumszielen an den Start gegangen. Das in Eschborn gegründete Unternehmen versteht sich als Bindeglied zwischen
Maschinenherstellern und der Backbranche.
Filialbäckereien sowie industrielle Lebensmittelhersteller in Deutschland, Österreich und der Schweiz gehören zur Zielgruppe von Pistortech. Das Unternehmen begleitet Betriebe nicht nur bei der Auswahl und Beschaffung geeigneter Maschinen, sondern versteht seinen Auftrag als ganzheitlichen Ansatz – ausgehend von der ersten Idee und Planung über die Umsetzung bis hin zum laufenden Betrieb. Neben den Maschinen selbst gehören Schulungen, Ersatzteilmanagement, Wartung und technische Beratung zum Leistungsangebot. Dabei agiert Pistortech anbieterübergreifend und unabhängig.
Robert Prohaska (39), Gründer und Geschäftsführer der Pistortech GmbH: Er ist Bäckermeister, Betriebswirt (HWK) und seit mehr als 15 Jahren im Bäckereimaschinenbau tätig | Bild © Pistortech
„Durch meine über 15-jährige Erfahrung im Bäckereimaschinenbau verstehe ich die Bedürfnisse und Anforderungen der Backbetriebe sowie die Möglichkeiten im Maschinenbau.“
Robert Prohaska, Geschäftsführer, Pistortech
„Wir sehen uns als Partner und Lösungsanbieter“, erklärt der Gründer und Geschäftsführer Robert Prohaska. „Wir denken vom Endprodukt aus und entwickeln passgenaue, bedarfsgerechte Lösungen.“ Prohaska weiter: „Unser Ziel ist, Bäckereien und Industrieunternehmen bei der Automatisierung, Digitalisierung und Produktionssicherheit zu unterstützen und sie bei der Weiterentwicklung ihrer Prozesse zu begleiten. Damit wollen wir uns als langfristiger Technologie- und Servicepartner für die Backbranche in der DACH-Region etablieren.“
Eigenes Technikum: Tests und Wissenstransfer nahe Nürnberg
In Zirndorf bei Nürnberg richtet Pistortech derzeit ein neues Technikum ein, das als zentrale Anlaufstelle für Maschinenvorführungen, Versuche und praxisnahe Beratungen für Bäckereien dienen soll. Auf rund 330 m2 Hallenfläche entstehen ein Vorführzentrum mit Showroom, eine Versuchsbackstube sowie Bereiche für Maschinen und Ersatzteile. Ergänzt wird das Technikum durch ein Auditorium für Schulungen, Präsentationen oder Fachveranstaltungen. Bäckereien können vor Ort Maschinen unter praxisnahen Bedingungen testen, Backversuche mit eigenen Rohstoffen durchführen oder gemeinsam mit Pistortech Lösungen für konkrete Produktionsanforderungen entwickeln. Die Inbetriebnahme ist für das vierte Quartal 2026 geplant. Offiziell eröffnet wird das Technikum im Frühjahr 2027.
Derzeit baut das junge Unternehmen sein Vertriebs- und Servicenetzwerk auf. Mittelfristig sind 12 bis 15 Beschäftigte geplant. Zusätzlich entstehen nahe Nürnberg derzeit ein eigenes Technikum (siehe Kasten unten) sowie regionale Lagerflächen für Waren und Ersatzteile, um im Raum DACH zeitnah liefern zu können und flächendeckend präsent zu sein. „Wir wollen einen spürbaren Nutzen stiften“, sagt der Geschäftsführer und verspricht: „Wer sich für Pistortech entscheidet, kann auf eine persönliche, langfristige und verlässliche Zusammenarbeit zählen.“
„Ich bin selbst Bäckermeister und teile die Passion, perfekte Backwaren herzustellen, mit meinen Kunden.“
Robert Prohaska, Geschäftsführer, Pistortech
Der Firmenname Pistortech leitet sich vom lateinischen Wort „pistor“ ab. Ursprünglich bezeichnete der Begriff einen Handwerker, der in der Antike Getreide mahlte und Brot herstellte, also einen Vorläufer des heutigen Bäckers. Der Zusatz „tech“ schafft die Verbindung zur modernen Produktionstechnik.
Hinter der neugegründeten Pistortech GmbH steht die Process-Pack International Bakery GmbH und die strategische Entscheidung, mit einem eigenen Unternehmen gezielt den Markt in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu bedienen. Process-Pack International Bakery ist im internationalen Maschinenhandel und technischen Service für die Lebensmittelindustrie tätig und verfügt den eigenen Angaben zufolge über besondere Expertise in der Bäckerei- und Süßwarenbranche.
Robert Prohaska: „Genauso wie in den anderen Bereichen wollen wir in der Backbranche langfristige Geschäftsbeziehungen zu unseren Kunden aufbauen.“
Auf der südback: Lösungen für die Teigverarbeitung
Bei seiner südback-Premiere informiert Pistortech die Besucher über Maschinenlösungen für unterschiedliche Prozessschritte – vom Rohstoffhandling bis zur Teigbereitung und -verarbeitung. Darunter sind die Spiral- und Doppelarmkneter des Herstellers Sancassiano. Zur Herstellung von Feingebäcken zeigt das Unternehmen eine mehrreihige mobile Dosiermaschine von Rijkaart. Sie kann im Zusammenspiel mit Teigbandanlagen arbeiten und dient z. B. zum Auftragen von Füllungen oder Cremes etwa bei der Herstellung von Plunder- und Blätterteiggebäcken. Weil sie verfahrbar ist, lässt sich die Ausführung flexibel nutzen und einfach reinigen.
Halle 5, Stand D75

