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Robuste Ergebnisse für Vandemoortele

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Die belgische Vandemoortele-Gruppe meldet für das erste Halbjahr 2026 robuste Ergebnisse in einem herausfordernden Marktumfeld. „Trotz eines Umsatzrückgangs, der die niedrigeren Rohstoffpreise in unseren beiden Geschäftsbereichen und sinkende Absätze bei pflanzlichen Lebensmitteln widerspiegelt, wurde das bereinigte EBITDA im Vergleich zu 2025 weitgehend aufrechterhalten“, teilt die Gruppe mit. Gleichzeitig habe man die Akquisitionsstrategie mit der Integration von Dolciaria Acquaviva und Lizzi sowie der Übernahme der vollständigen Kontrolle bei Banneton fortgeführt. Vandemoortele weiter: „Die laufende Integration von Délifrance und die Übernahme des europäischen Margarine- und Brotaufstrichgeschäfts von Bunge werden die Transformation der Gruppe in einen der europäischen Marktführer in beiden Geschäftsbereichen vorantreiben.“
CEO Yves Guérin zu den Ergebnissen: „Im ersten Halbjahr 2026 hat unser Unternehmen Resilienz in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld bewiesen, das von geopolitischen Spannungen und Inflation geprägt war. Ein schwächeres Verbrauchervertrauen hat zu einem geringeren Konsum, insbesondere in unserem Viennoiserie-Segment, geführt, während die zunehmenden Produktionskapazitäten im Markt den Druck auf die Margen erhöht haben. Trotz dieses Gegenwinds haben uns unsere Kostensparprogramme und Investitionen in unserem industriellen Netzwerk geholfen, die Stärke unseres Unternehmens aufrechtzuerhalten.“
Der Umsatz für das erste Halbjahr 2026 erreichte 1.014,2 Mio. EUR, ein Minus von 40,1 Mio. EUR (-3,8 %) im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025. Das bereinigte EBITDA belief sich auf 116,5 Mio. EUR, im ersten Halbjahr 2025 waren es 124,7 Mio. EUR (-6,6 %). Vandemoortele: „Nimmt man die speziellen M&A-Kosten aus, die im ersten Halbjahr aufgelaufen sind, liegt das bereinigte EBITDA weitgehend auf dem Niveau von 2025.“
Der Geschäftsbereich Backwaren erzielte einen Umsatz von 685,7 Mio. EUR (-2,3 %) und ein bereinigtes EBITDA von 82,3 Mio. EUR – ein Rückgang von 11,1 Mio. EUR. Die Mengen wuchsen um 1 %, angetrieben vom Einzelhandelswachstum in Nordamerika (+17 %) und Italien (+3 %), was zum Teil durch Rückgänge in der Gastronomie und im Bäckereibereich ausgeglichen wurde.
Pflanzliche Lebensmittel erreichten einen Umsatz von 339,5 Mio. EUR (-6,3 %) und ein bereinigtes EBITDA von 34,2 Mio. EUR – ein Anstieg von 2,9 Mio. EUR. Die Mengen gingen um 6 % zurück, bedingt durch einen zunehmenden Wettbewerb und eine schwächere Nachfrage, insbesondere bei Private Labels.
„Der Gewinn nach Steuern von 10 Mio. EUR wurde durch einmalige Akquisitions- und Integrationskosten, hohe Zinskosten und positive Wechselkurseffekte beeinträchtigt“, erklärt Yvon Guérin. „Während die Rentabilität geringer als im vorigen Jahr ausfiel, erwarten wir, dass die im ersten Halbjahr 2026 getätigten Investitionen die Effizienz steigern und künftiges Wachstum fördern werden. Nach der vollständigen Integration von Délifrance sollte unser Nettoergebnis wieder auf einen stärkeren Pfad zurückkehren.“
Vandemoortele bereite jetzt die Integration von Délifrance und den Abschluss der Akquisition des europäischen Margarine- und Brotaufstrichgeschäfts von Bunge vor. Mit diesen Ergänzungen werde die Gruppe zu einem europäischen Marktführer in beiden Segmenten und weite ihre Präsenz auf drei Kontinente aus, heißt es. Die Integration von Délifrance beginnt voraussichtlich im vierten Quartal 2026, während die Übernahme von Bunge noch der endgültigen Genehmigung durch die Europäische Kommission unterliegt.
„Wir erwarten, dass das Marktumfeld auch im zweiten Halbjahr 2026 von Herausforderungen geprägt sein wird, darunter einem weiteren Wettbewerbsdruck und zurückhaltenden Konsumausgaben in zahlreichen unserer Kernmärkte“, so der Vorstandsvorsitzende Jean Vandemoortele. „Dennoch erwarten wir, dass die abgeschlossene Integration von Acquaviva und Lizzi sowie die laufenden Effizienzmaßnahmen unseren Erfolg begünstigen werden. Wir erwarten, dass das bereinigte EBITDA der Gruppe für das Gesamtjahr dem des Vorjahres entsprechen wird.“
Die zentralen Prioritäten für das zweite Halbjahr 2026 seien klar: Einstieg in die Integration von Délifrance, Einholen der Genehmigung für den Abschluss der Akquisition des europäischen Margarine- und Brotaufstrichgeschäfts von Bunge durch die Europäische Kommission, vollständige Integration des Banneton-Geschäfts in den USA und Vorbereitung seiner vollständigen Konsolidierung sowie eine weitere Umsetzung des Investitionsprogramms in beiden Geschäftsbereichen.

Bild: © Vandemoortele