Für brot+backwaren war Branchenkennerin Katja Thiele-Hann auf Ideen-Spotting-Tour auf der Internorga in Hamburg.
Weniger Retouren, mehr Umsatz
Was die Technik kann: Bestell- und Produktionsplanung mittels KI automatisieren und optimieren
Anbieter: Foodforecast Technologies GmbH, Köln
So funktioniert‘s:
1) Die Software nutzt Verkaufsdaten, Wetter, Feiertage, Events und viele weitere Faktoren, um automatisch präzise Absatzprognosen und Backpläne zu erstellen. Die KI berechnet, wie viele Brötchen, Brote, Snacks, Kuchen pro Filiale benötigt werden. Prognosen können stündlich aktualisiert werden. Auch eine Priorisierung nach Deckungsbeitrag ist möglich. Die KI verhindert Überproduktion und sorgt dafür, dass bis Ladenschluss genug Ware da ist, aber nicht zu viel. Der reduzierte Planungsaufwand entlastet Filialteams.
2) Der KI-basierte Backplan (untertägige Produktionssteuerung) liefert einen Aktivitätenplan, wann welche Produkte nachgebacken werden sollen. Das Ergebnis laut Hersteller: +11 % Umsatz, bis zu 34 % weniger Foodwaste.
Website: foodforecast.com
Serviceroboter, der liefern kann
Was die Technik kann: Die mobilen humanoiden Serviceroboter und industriellen Workerbots können interne Lieferdienste und Besucherführungen übernehmen oder im Handel genutzt werden. In Berlin-Wedding fertigt das Unternehmen bis zu 1.200 Roboter im Jahr.
Anbieter: pi4 robotics, Berlin
Der Bestecksortierroboter
Was die Technik kann: automatisiert das Besteckhandling in der Großgastronomie
Anbieter: HandsOn Robotics GmbH, Dresden
So funktioniert‘s: Der Bestecksortierroboter kommt in Spülstrecken zum Einsatz. Demnächst erweitert das Unternehmen sein Portfolio um Roboter zum Geschirrhandling. Ziel ist es, in naher Zukunft eine vollautomatisierte Spülküche anzubieten.
Robotik, die kochen kann
Was die Technik kann: Der GoodBytz‑Kochroboter ist ein vollautomatisiertes Küchensystem, das frische Mahlzeiten in wenigen Minuten ohne menschliches Eingreifen zubereitet.
Anbieter: GoodBytz GmbH, Hamburg
So funktioniert‘s: Das System arbeitet mit für die Lebensmittelverarbeitung zertifizierten Industrierobotern (z. B. Fanuc) und schafft laut Hersteller bis zu 150 Gerichte pro Stunde. Bestellungen, Garzeiten und Abläufe sind KI-koordiniert. Der Kochroboter wurde für Kantinen, Betriebsrestaurants und hochfrequentierte Standorte entwickelt.
Website: goodbytz.com
Ein Roboter‑Café
Was die Technik kann: vollautomatisierter Kaffee‑Roboter, der wie ein Mini‑Café funktioniert
Anbieter: Shanghai Hi-Dolphin Robot Technology Co. Ltd.
So funktioniert‘s: Der Kaffee-Roboter (indoor & outdoor) bereitet ohne Personal Kaffee und andere Heißgetränke zu. Er ist für Büros, Bahnhöfe, Kliniken, Einkaufszentren und Outdoor‑Standorte gedacht. Zubereitungszeit: ca. 55 Sekunden pro Getränk, Kapazität: bis zu 300 Tassen pro Befüllung, 24/7-Betrieb, transparentes Herstellungsverfahren, die Kunden sehen den Roboter arbeiten, automatische Reinigung und Desinfektion.
Ditschs Vending-Konzept: Warme Brezel auf Knopfdruck
Mit einem neuen Vending-Konzept bringt Ditsch Laugengebäck 24/7 an die Frau und den Mann. Auf Knopfdruck erhalten die Kunden nach ein bis drei Minuten ein warmes, verzehrfertiges Laugengebäck. Den Backprozess können sie mitverfolgen. Ditsch greift mit seinem Bot-Konzept nach eigenen Angaben zwei Trends im Außer-Haus-Markt auf: die wachsende Nachfrage nach Snacks und den Wunsch nach permanenter Verfügbarkeit von Snacks. Mögliche Einsatzorte sieht das Unternehmen für den Bot an hochfrequentierten Standorten wie Verkehrsknotenpunkten, Freizeitstätten, Workplace- und Education-Gastronomie sowie in der Hospitality- und Handelsgastronomie. Mitte 2026 startet die Testphase.
Storytelling direkt am Tisch
Was die Technik kann: Statt einer statischen Speisekarte sehen die Gäste beim Bestellvorgang 5–10‑Sekunden‑Videos von Köchen, Winzern oder Produzenten, die in den Sequenzen einen Wein empfehlen oder zum Menü des Tages etwas sagen.
Anbieter: Menoovo GmbH, Sehnde
Der Grundgedanke: Gäste kaufen keine Gerichte. Sie kaufen Erlebnisse.
So funktioniert‘s: QR‑Code am Tisch, Gäste scannen einen QR‑Code und erhalten Videos und Empfehlungen, alles multilingual. Übersetzungen in 10 Sprachen sind möglich.
Das Ziel: Emotionen und Vertrauen beim Gast wecken, Umsatzsteigerung, Entlastung des Personals. Laut Firmengründer Christoph Digwa wird die Beratung so skalierbar, auch wenn wenig Personal da ist.
Website: menoovo.com

