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„Verlässlichkeit spielt für uns eine zentrale Rolle“

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Warum sich die Schweizer Bäckerei Hug für Thermoöltechnik entschied

Die Schweizer Hug Bäckerei AG mit Sitz in Littau (Kanton Luzern) ist Spezialist für die semi-industrielle Herstellung von Backwaren. Das Unternehmen produziert rund um die Uhr und beliefert die Gastronomie, den Groß- und Detailhandel.

Das Herzstück des Sortiments bilden traditionelle Schweizer Brote – vom klassischen Ruch- und Weissbrot bis hin zu Zopfgebäck und Spezialbroten. In enger Zusammenarbeit mit dem Detailhandel interpretierte Hug beliebte Sorten wie das UrDinkel-, Mais- und Burebrot neu – auf Basis authentischer Rezepturen und mit regionalen Zutaten.

Auch Klein- und Feingebäcke gehören zur Range von Hug. Sie werden als Teiglinge oder vorgebacken tiefgekühlt ausgeliefert. Darunter sind Croissants, die Grittibänz (Schweizer Hefeteigmännchen) zur Adventszeit, aber genauso herzhafte Blätterteigwaren, süße Plunder, Brezeln und Strudel. Vom Standort im Littauer Industriegebiet Grossmatte liefert Hug seine Produkte täglich aus. Mit rund 170 Mitarbeitern aus verschiedenen Nationen versteht sich die Bäckerei als moderner, multikulturell geprägter Arbeitgeber und als feste Größe in der Schweizer Backwarenlandschaft.

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Thermoöltechnologie bei Hug

Seit der Verlegung der Produktion nach Littau im Jahr 1985 wurde der Standort mehrfach erweitert und modernisiert. Hug investierte in den Jahren kontinuierlich in moderne Backtechnik und Automatisierung. Dennoch bleibt das Handwerk ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur. „Trotz der technischen Modernisierung steckt in unseren Backwaren immer noch viel Handarbeit. So werden etwa beim Krustenkranz fünf runde Teiglinge von Hand zu einem Kranz geformt“, erklärt der Geschäftsleiter Martin Ankli.

Das Herzstück der erweiterten Produktion bildet Backtechnik von MIWE. „Seit 1999 backen wir mit Thermoöl – damals starteten wir mit einer Thermorollanlage bestehend aus fünf Öfen. Uns überzeugte vor allem das Schuss-auf-Schuss-Backen mit minimalem Energieverlust und gleichmäßiger Wärmeverteilung“, erzählt Stefan Hug, Projektverantwortlicher der Bäckerei Hug.

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Die MIWE thermo-express Etagenöfen mit HKZ

Im Zuge der jüngsten Erweiterung war Hug auf der Suche nach einer Ergänzung zur vorhandenen Ofentechnik. Die Anforderungen waren hoch: flexible Einsatzmöglichkeiten, hohe Energieeffizienz, kontinuierliche Produktqualität und eine möglichst platzsparende Integration in die bestehende Infrastruktur. „Wir haben uns mehrmals mit dem Kunden getroffen und gemeinsam analysiert, welche Lösung am besten zu seinen Anforderungen passt. Daraus entstand die Entscheidung für den MIWE thermo-express mit zwei Etagenöfen à sechs Herden in Kombination mit dem automatischen Beschickungssystem MIWE athlet“, erinnert sich Nico Lüscher, Fachberater bei MIWE Schweiz. Und Martin Ankli ergänzt: „Wir haben verschiedene Systeme miteinander verglichen und uns ganz bewusst für den Etagenofen MIWE thermo-express entschieden – aufgrund unserer eigenen positiven Erfahrungen mit der MIWE-Backtechnik sowie in Hinblick auf konstante Qualität und Energieeffizienz.“

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Die Mitarbeiter entladen frisch gebackene Brote mithilfe des MIWE athlet – schnell, ergonomisch und effizient

Die beiden MIWE thermo-express Etagenöfen wurden im Januar 2025 in Betrieb genommen. „Entscheidend für unsere Investition in den MIWE thermo-express war die Kombination aus energieeffizienter Technologie und hoher Leistungsfähigkeit. Das System ermöglicht eine kontinuierliche Produktion mit konstant hoher Qualität, und das rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Gerade bei unserem breiten Sortiment an Schweizer Brot und Backwaren ist eine gleichmäßige, verlässliche Backqualität essenziell“, erklärt Stefan Hug.

Die Integration der neuen Öfen stellte das Team jedoch auch vor technische Herausforderungen. „Wir hatten hier ein ganz konkretes Problem mit der Raumhöhe – nur 3,20 m standen zur Verfügung. MIWE bot uns eine angepasste Baugröße an, die perfekt umgesetzt wurde. Das gesamte System wurde über die Fassade eingeschoben – das war eine echte Meisterleistung“, ergänzt er. „Ein weiterer Höhepunkt war natürlich das erste Backen – der Moment, in dem alles zusammenspielt. Die Brote kamen über den MIWE athlet in den Herd – und das Ergebnis war auf Anhieb perfekt“, so Nico Lüscher.

Martin Ankli: „Verlässlichkeit spielt für uns eine zentrale Rolle. Fällt eine Stufe in der Wertschöpfungskette aus, geraten wir unter Druck – besonders beim Backen. Deshalb war es uns wichtig, eine Lösung zu finden, die technisch stark, effizient und gleichzeitig nachhaltig ist.“

Das Thermoölsystem

Das MIWE-Thermoölsystem basiert auf einer zentralen Heizkesselanlage (HKZ), die das erhitzte Öl über einen Primärkreislauf zu den angeschlossenen Backöfen leitet. Eine verschleißfreie Magnetkupplungspumpe sorgt für die Zirkulation des Öls. Standard ist heute ein zusätzlicher Sekundärkreislauf, der eine individuelle Temperaturregelung einzelner Wagenöfen oder Herdgruppen ermöglicht. So lassen sich Temperaturgruppen bei Etagenöfen gezielt aufteilen und separat regeln.

Das Thermoöl zirkuliert drucklos in einem semi-geschlossenen System. Sich ausdehnendes Öl steigt in ein Ausdehnungsgefäß – eine stehende Flüssigkeitssäule übt dabei leichten Druck auf die Pumpe aus. Durch die Trennung von Wärmeerzeugung und Ofenzuführung durch die Sekundärkreise kann das Öl für den nächsten Backvorgang bereits erhitzt werden, während der aktuelle noch läuft.

Im Vergleich zu anderen Systemen ermöglicht Thermoöl eine schnelle Wärmerückführung durch das pumpbare Medium, was besonders bei ruhender Backatmosphäre von Vorteil ist, etwa bei angeschobenem Brot oder im Etagenofen. Die Wärmeübertragung erfolgt dabei primär über Strahlungswärme, bei Bedarf ergänzt durch Umluft.

Die Schwadenerzeugung erfolgt bei Wagenöfen zentral oberhalb des Ofens und bei Etagenöfen herdspezifisch. Die Erwärmung erfolgt über Thermoöl mit etwa dreifach höherer Temperatur als der erzeugte Schwaden. Dies erfordert eine effiziente Schwadenkonstruktion zur Vermeidung unnötiger Energieverluste. Ziel ist ein satter, aber nicht überhitzter Schwaden für eine gute Backqualität.

Die Energieversorgung ist laut Peter Immerath, im Vertrieb bei Miwe, flexibel. „Der Thermoöl-Brenner lässt sich mit Gas, Strom oder regenerativen Quellen betreiben – perspektivisch auch mit Wasserstoff.“

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Ofenbeladung ohne Hektik

„Angesichts der großen Produktionsmengen wurde von Beginn an das Beladungssystem MIWE athlet fest eingeplant“, berichtet Nico Lüscher. Das System ist so ausgelegt, dass es bis zu drei Backöfen gleichzeitig bestücken und entleeren kann. „Der MIWE athlet ist für uns Mitarbeiter eine Riesenerleichterung. Wir können die Dielen Stück für Stück mitnehmen und gezielt absetzen – das geht sauber, effizient und ohne Hektik“, erklärt ein Ofenbediener der Bäckerei Hug.

Dank dieser Automatisierung ist es möglich, die Beladung mit nur einer Person durchzuführen, ein Vorteil in Stoßzeiten. Auch die intuitive Bedienung über das Touch-Display wird im Alltag geschätzt: Sie erlaubt flexible Anpassungen und ist in mehreren Sprachen verfügbar. „Die Bedienung ist sehr einfach und gut gelöst. Die Steuerung ist übersichtlich aufgebaut und im Ofen perfekt integriert – das funktioniert im Alltag reibungslos“, bestätigt ein Produktionsmitarbeiter.

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MIWE-Technologieexperte Dipl.-Ing. Peter Immerath