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„Unsere Kunden zu begeistern,das ist unser Ansporn“

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Mit TK-Backwaren für den Handel und Foodservice ist DEH gewachsen. Jetzt hat das Unternehmen investiert und sieht neue Chancen im Markt. Ein Gespräch mit dem CEO Alexander Haselbach und dem Betriebsleiter im Werk Heiden bei Borken, Simon Trust.

Helga Baumfalk: Ihr Unternehmen führt mit über 450 TK-Backwaren ein breites Sortiment. Davon produzieren Sie etwa 23 % selbst. Welche kaufen Sie zu, und warum?
Alexander Haselbach: Zur Erklärung gehört, dass wir 1987 als reines Handelsunternehmen gestartet sind. Wir haben in den Anfängen tiefgefrorene Backwaren aus Frankreich importiert. Unsere erste eigene Bäckerei, das Werk in Ungarn, akquirierten wir 1992. Weitere sieben Jahren später kam das deutsche Werk in Heiden hinzu. Die Auswahl an TK-Backwaren war in den 1990er-Jahren nicht wirklich groß, bis der Tiefkühlbackwarenmarkt in Qualität und Produktmöglichkeiten mit dem Aufkommen der Bake-off-Stationen nahezu explodierte. Zusammen mit unseren Kunden sind wir seither stetig gewachsen. Unseren Eigenproduktionsanteil haben wir sukzessive auf die 23-%-Marke angehoben.

„Wir ordnen uns als Mittelständler ein, der nachhaltig gute Produktinnovationen erkennt und daran arbeitet, sie zu multiplizieren. Das ist unser Verständnis von unserem Job.“

Alexander Haselbach, CEO, DEH Backwarenvielfalt

Zum Unternehmen

Mitarbeiter: knapp 400
Standorte: Gevelsberg (Zentrale), 2 Produktionsstandorte: Heiden (Deutschland) und Nagyatád (Ungarn), Zentrallager mit 8.000 Stellplätzen in Willich (Deutschland)
Umsatz: 150 Mio. EUR (2025)
Portfolio: Vollsortiment mit über 450 TK-Backwaren
Anzahl Kunden: 3.150
Vertrieb: Handel: 70 % Umsatzanteil, Foodservice (inklusive Bäckereien): 30 % Umsatzanteil

„Trends erreichen uns in Deutschland in der Regel aus anderen Ländern, wie aktuell Matcha oder Ube zum Beispiel, und dann mit Verspätung.“

Simon Trust, Betriebsleiter Werk Heiden, DEH Bakery

Die Produktionsstandorte

+ Im Werk Heiden (Deutschland, Münsterland) stellt DEH auf drei Linien TK-Brötchen, TK-Siedegebäcke und künftig TK-Plundergebäcke her. Die rund 50 Mitarbeiter arbeiten im Dreischichtbetrieb.
+ Das Werk im ungarischen Nagyatád (230 km südöstlich von Budapest) mit rund 160 Mitarbeitern ist auf die semiautomatische Herstellung von Plunder-, Blätterteig-, Laugen- und Siedegebäcken ausgelegt.

Baumfalk: Haben Sie eine eigene F&E-Abteilung?
Haselbach: Ja, wobei wir jetzt nicht mit einem riesigen Entwicklerteam arbeiten. Das wäre nicht typisch für DEH. Wir ordnen uns vielmehr als Mittelständler ein, der nachhaltig gute Produktinnovationen erkennt und daran
arbeitet, sie zu multiplizieren. Das ist unser Verständnis von unserem Job.

Baumfalk: Gibt es weitere Dinge, die DEH-typisch sind?
Haselbach: Neben dem Produkt sicherlich auch die Meinung des Kunden. Ich meine die Logistik, sie ist eine Kernkompetenz von DEH. Fünf Tage die Woche liefern wir unsere Produkte bis 60 kg Liefergewicht im gesamten Bundesgebiet innerhalb von 24 Stunden aus. Ich denke, wir sind sehr nah dran am Markt. Unser Revitalisierungsprogramm ist nun fast abgeschlossen, welches wir 2019 begonnen haben, sodass alle Standorte unter DEH technisch auf einem sehr modernen Stand sind. Nun ist es an der Zeit, die Modernisierungen, die DEH geschafft hat, auf den Markt zu transportieren.

Baumfalk: Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?
Haselbach: Wir haben bestimmte Umsatzziele im Hinterkopf. Dafür haben wir in unsere Werke investiert, sind also technisch auf dem neuesten Stand. Wir haben expandiert und uns im Vertrieb verstärkt. Das alles machen wir, weil wir weiteres Potenzial in den Märkten sehen, die wir schon bedienen – also Retail und Foodservice. Und wir sehen Chancen im Export. Noch liegt unsere Exportquote bei unter 5 %. Da wollen wir ran und sie in den nächsten fünf Jahren auf 25 % nach oben kurbeln.

Baumfalk: Herr Haselbach, Herr Trust, vielen Dank für Ihre Zeit

(v. l.) Simon Trust, Helga Baumfalk und Alexander Haselbach