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b+b-2019-03-Bäckerei der Zukunft

Vom 30. Mai bis 2. Juni findet in Manchester (UK) der 36. AIBI-Kongress statt. Über die Veranstaltung und die Ziele des Verbandes berichten AIBI-Präsident Joseph Street und die
Generalsekretärin Susanne Döring.

Borchfeld: Mr. Street, im Mai 2015 wählten Sie die Mitglieder der Association Internationale de la Boulangerie Industrielle (AIBI) zum Präsidenten. Was waren Ihre Ziele und haben Sie diese erreicht?
Street: Mein 1. Ziel: Die Anzahl der Mitglieder zu erhöhen. Die Schweiz ist beigetreten und es gibt ermutigende Gespräche mit Irland, Schweden und Polen. Russland und die Türkei sind weniger wahrscheinlich, bleiben aber als Möglichkeiten bestehen. 2. Die Beziehungen zu anderen Verbänden aufrechtzuerhalten und zu verbessern. So war ich an den Treffen der Brotinitiative beteiligt, bei der es sich um ein gemeinsames Projekt mit Mühlen, Handwerksbäckern, Hefeherstellern und Zutatenlieferanten handelt. 3. Einen zielgerichteten AIBI-Kongress in Manchester ausrichten.

Borchfeld: Der Kongress findet in wenigen Wochen statt und Sie konnten z. B. Jonathan Warburton als Referenten gewinnen. Können Sie uns einen kurzen Überblick über die Back-
branche in Großbritannien geben? Wer sind die Marktmacher?
Street: Jonathan Warburton musste leider absagen, aber sein Cousin Ross Warburton wird ihn vertreten. Er war der bisherige Vorsitzende des Unternehmens. Cyrille Fillott, Global Food Stratege von der Rabobank, wird eine beeindruckende Reihe von Referenten vorstellen. Sir John Timpson, Vorsitzender eines Unternehmens mit 1.900 Shops und Kolumnist einer Tageszeitung, wird über die Rekrutierung und Bindung von Mitarbeitern sprechen. Er ist bekannt für radikales Denken. Ich denke, sein Vortrag wird sehr spannend sein, besonders für diejenigen Bäcker, die Stores betreiben, da die Personalbesetzung zum Problem wird. Rob Mackie, Präsident und CEO der American Bakers Association – eine Organisation, die eine 102-Milliarden-Dollar-Industrie repräsentiert –, wird über Trends und Initiativen in den USA referieren. Und Sebastian Marcu von Bake in Space informiert über die technischen Herausforderungen bei der Bereitstellung von frischen Lebensmitteln im Weltraum. Diese Forschung könnte durchaus auch für Bäcker auf der Erde von Nutzen sein. Jimmy Griffiths, ein irischer Champion Craft-Bäcker, wird über die Herausforderungen und Chancen für seine Branche sprechen. Darüber hinaus wird GIRA aktuelle Trends vorstellen und von Spanien und Belgien wird es EU-Informationen geben, wie Länder Fördermittel erhalten könnten. Jede der drei Sitzungen schließt mit einer Frage-und-Antwort-Runde.
Zurück zu Ihrer Frage: Der Marktführer in Großbritannien ist die Marke Warburton mit einem Gesamtumsatz von rund 500 Mio. Pfund, wobei zu erwähnen ist, dass zwei weitere Marken, Hovis und Kingsmill, in den Top 10 der Lebensmittelmarken vertreten sind. Derzeit gibt es einen, wenn auch wenig ausgeprägten Trend zu Eigenmarken.

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 AIBI-Präsident Joseph Street

Borchfeld: Gibt es Zahlen über die Entwicklung des Brot-und Gebäckkonsums?
Street: Ich habe keine aktuellen Zahlen, aber in den letzten Jahren schien sich die Entwicklung am Markt abzuflachen. Ich denke, dass es derzeit einen leichten Rückgang gibt.

Borchfeld: Wie verändert sich die Struktur der Anbieter von Backwaren in Großbritannien?
Street: Die Konsolidierung in einem schwierigen Markt bleibt bestehen, jedoch entstehen neue Geschäfte, die teilweise wachsen, insbesondere bei Spezialprodukten.

Borchfeld: Was für eine Rolle spielen Supermärkte und Discounter bei der Versorgung der Kunden mit Backwaren und wie wird sich der Markt Ihrer Meinung nach entwickeln?
Street: Sie erobern weiter Marktanteile, wenn auch langsamer als in den letzten Jahren.

Borchfeld: Wie wird der Backwarenmarkt in Großbritannien im Jahr 2025 aussehen?
Street: Ich wünschte, ich wüsste es. Es könnte durchaus eine weitere Konsolidierung unter den Hauptlieferanten geben. Die Speziallieferanten müssen vorsichtig sein, nicht zu aggressiv zu werden, da ihre Produkte sonst zum Mainstream werden und sie die Aufmerksamkeit der großen Unternehmen auf sich ziehen.

Borchfeld: Frau Döring, bereits beim letzten Kongress im französischen Versailles nahmen neben Teilnehmern aus Europa auch Gäste aus Nordamerika teil. Nun hält Rob MacKie einen Vortrag über den Markt in den USA. Gibt es eine Strategie der AIBI, die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden zu vertiefen?
Döring: Wir sind sehr stolz darauf, mit der American Bakers Association eine fruchtbare Zusammenarbeit und einen Informationsaustausch im Jahr 2017 aufgenommen zu haben, und wir sind zuversichtlich, dass weitere Kontakte mit anderen nationalen Verbänden auf der ganzen Welt geknüpft werden. Die digitale Kommunikation u. a. per E-Mail hilft uns sehr in dieser Angelegenheit. Die Mitglieder der AIBI kommen hauptsächlich aus Europa, dennoch ist AIBI für internationale Kontakte und Kooperationen offen.

Borchfeld: Gibt es weitere Ziele der AIBI, die Sie als Generalsekretärin verfolgen?
Döring: Die Aufgaben sind im AIBI-Fahrplan neu definiert, um die Sichtbarkeit und die Stimme von AIBI zu stärken und die Qualitätsarbeit für die Mitglieder fortzusetzen. Interessenvertretung und Beobachtung der wichtigsten Legislativvorschläge bilden den Hauptteil der Arbeit und unterstützen die nationalen großen Bäckereiverbände bei ihren Fragen und Aktivitäten.

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 Generalsekretärin Susanne Döring

Borchfeld: Das Thema der Tagung lautet „Bäckerei der Zukunft“. Welche Rolle wird die AIBI in der Zukunft spielen und welchen Herausforderungen müssen sich die Mitglieder stellen?
Döring: Ich muss zugeben, dass Brot und Backwaren – obwohl es einige Herausforderungen gibt (Acrylamid, Weizenkontroverse, glutenfrei, Salz) – eine glänzende Zukunft vor sich haben. Brot aus Europa wird in anderen Teilen der Welt als attraktiver Lebensstil wahrgenommen. Daher gehe ich davon aus, dass zukünftige Aktivitäten mehr in der Werbung für Brot liegen und wir die Vielfalt unserer Produkte herausstellen werden.
Aus meiner persönlichen Perspektive denke ich, dass AIBI und Verbände im Allgemeinen mehr Anstrengungen unternehmen müssen, um jüngere Bäcker und CEOs zu gewinnen. Wir müssen ihnen die Vorteile zeigen, Teil eines effektiven Netzwerks in der Backbranche zu sein.

Borchfeld: Noch einen Blick zurück. Was für Aktivitäten gab es bei der AIBI in den letzten zwei Jahren und wer nutzte die Angebote?
Döring: AIBI spielte eine sehr aktive Rolle, zusammen mit fedima (Europäischer Verband von Lieferanten von Zutaten für die Backbranche) einen Tag der Brotwerbung zu veranstalten (www.breadpromotion.eu), an dem rund 60 Experten aus Verbänden, Unternehmen und Lieferanten von Brotzutaten im April 2018 in Brüssel teilnahmen. Für 2019 wird etwas Ähnliches geplant. AIBI arbeitet eng mit anderen Lebensmittel- und Wirtschaftsverbänden zusammen, um an den Themen Salz, Vollkorn, Brotwerbung, Jod, Lebensmittelvergeudung und Enzyme zu arbeiten.

Borchfeld: Das Büro der AIBI in Brüssel ist sehr effektiv, aber auch klein. Werden Sie in Manchester dafür werben, die europäische Vertretung auszubauen?
Döring: Der AIBI-Vorstand muss festlegen und bestimmen, wie man sich präsentieren wird und welche Visionen für die Zukunft bestehen.

Borchfeld: Ich danke Ihnen für das Interview.

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