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b+b-2019-01-Tradition und Innovation

Die Bäckerei NOWEL Sp. z o. o. in Legionowo bei Warschau ist einer der polnischen Marktmacher. In einem Interview erklärt die Inhaberfamilie mehr über den Markt und
das Unternehmen.

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Die Eigentümerfamilie: Michał (Vizepräsident der Geschäftsführung), Elżbieta (Präsidentin NOWEL Sp. Z o.o.) und Karolina Zajezierska (Kaufmännische Leiterin für den Vertrieb)

Borchfeld: Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen, seine Geschichte und seine Bedeutung auf dem polnischen Markt vor.
Elżbieta Zajezierska: Die Bäckerei NOWEL ist ein Familienunternehmen mit fast 100-jähriger Tradition. Die Geschichte reicht bis ins Jahr 1925 zurück, als mein Großvater Antoni Nowakowski eine kleine, handwerkliche Bäckerei in der Nähe von Warschau gründete, in der wir jahrzehntelang Brot für die Region backten. Mein persönlicher Beitrag zur Entwicklung des Unternehmens begann in den 90er Jahren. Ich ließ mich von den neuen europäischen Trends inspirieren und nutzte die Gelegenheit, ein Team von Fachleuten aufzubauen – eines der ersten in Polen, das Tiefkühlbackwaren herstellt. Es war ein sehr interessanter Moment für die polnische Wirtschaft. Es war der Anfang des Kapitalismus, als der Markt mit neuen Unternehmen florierte. Doch nicht alle von ihnen haben überlebt. Meine Wahl hat sich als die richtige Richtung erwiesen. Im Jahr 2010 haben wir uns ausschließlich auf die Produktion von Tiefkühlbackwaren konzentriert.

Borchfeld: Wem gehört die Firma?
Elżbieta Zajezierska: NOWEL ist ein Familienunternehmen, das seit der Gründung der ersten Bäckerei in den 1920er Jahren in unseren Händen liegt. Meine Kinder sind bereits die vierte Generation von Bäckern, die die Familientradition fortsetzen. Mein Sohn Michał, Vizepräsident der Geschäftsführung von NOWEL, ist verantwortlich für die strategischen Bereiche, die mit der Entwicklung des Unternehmens zusammenhängen, insbesondere die Einführung neuer Produkte, die Entwicklung von Produktionstechnologien und Investitionsmanagement in moderne Produktionslinien. Meine Tochter Karolina ist als kaufmännische Leiterin für den Vertrieb von vorgebackenen Tiefkühlbackwaren im In- und Ausland verantwortlich und entwickelt und pflegt die Beziehungen zu den wichtigsten Kunden des Unternehmens.

Borchfeld: Welche Art von Produkten stellen Sie hauptsächlich her?
Michał Zajezierski: Wir sind der Hersteller von Tiefkühlbackwaren. Wir bieten eine breite Palette von Produkten wie Kaiserbrötchen, verschiedene weitere Brötchen, Baguettes und Ciabatta an. Wir haben viel Zeit und Ressourcen in die Entwicklung von Premiumprodukten investiert, um unser Portfolio noch weiter zu diversifizieren. Wir folgen den aktuellen Trends und sind bestrebt, die Erwartungen der Kunden so schnell wie möglich zu erfüllen. Vor Kurzem haben wir unser Angebot um Bio-Produkte sowie um Brot mit Chiasamen, Amarant und anderem „Super-Food“ erweitert. Wir sehen auch die wachsende Bedeutung von Convenience- und To-Go-Lösungen in unserer Kategorie und deshalb umfasst unser Angebot seit Sommer 2018 diverse Hot-Dog-Brötchen und andere Snacks.

Borchfeld: Wie viele Produktionsstätten haben Sie?
Michał Zajezierski: Wir haben insgesamt zwei Produktionsstätten.

Borchfeld: Welche Art von Anlagen befindet sich in der Produktion?
Michał Zajezierski: Die Produktionsstätte in Legionowo bei Warschau ist mit einer Fläche von 18.000 Quadratmetern eine der modernsten Anlagen dieser Art in Europa. Seit 2013 haben wir 160 Mio. PLN für die Entwicklung des Maschinenparks bereitgestellt. Derzeit verfügt unser Unternehmen über vier vollautomatische Fertigungslinien und eine halbautomatische Fertigungslinie. Wir wählen die neueste Technologie von den besten europäischen Marken wie Diosna, Mecatherm, König, Rademaker und WP HATON. Wir wählen die Maschinen aus, die die besten Backwaren produzieren, sodass jede technologische Neuerung in Kundennutzen umgesetzt wird. Vor Kurzem haben wir eine neue Linie für Brötchen (Kaiserbrötchen, Wachauer, Rosenbrötchen etc.) in Betrieb genommen, die 60.000 Stück und bis zu 6 Tonnen Teig pro Stunde herstellen kann, mit der Möglichkeit, unseren eigenen Sauerteig zu verwenden. Zudem setzen wir auf lange Gärzeiten für unsere Produkte.

Borchfeld: Produzieren Sie nur tiefgekühlte Backwaren oder auch frische Backwaren?
Michał Zajezierski: Seit 2010 konzentrieren wir uns ausschließlich auf Tiefkühlbackwaren.

Borchfeld: Gibt es spezielle Rohstoffe, die Sie verwenden?
Michał Zajezierski: Alle in unseren Produktionsprozessen verwendeten Rohstoffe haben spezifische, vorgegebene Eigenschaften, die bei jeder einzelnen Lieferung überprüft werden. Der einzigartige Geschmack und die Qualität der NOWEL-Backwaren basieren auch auf Rezepturen, die seit Jahren unverändert geblieben sind und auf vier natürlichen Zutaten basieren: Mehl, Wasser, Sauerteig und Salz. Darüber hinaus sind NOWEL-Produkte mit einem Clean Label versehen, d. h., sie werden ausschließlich aus natürlichen Inhaltsstoffen hergestellt, ohne Backtriebmittel, Geschmacksverstärker und künstliche Konservierungsmittel, und sind gentechnikfrei.

Borchfeld: Wie viele Mitarbeiter hat die Bäckerei?
Michał Zajezierski: Wir beschäftigen derzeit über 350 Fachkräfte in allen Bereichen unseres Unternehmens, d. h. Produktion, Logistik und Vertrieb. Täglich, sieben Tage die Woche, produziert das Unternehmen insgesamt 240 Tonnen Backwaren.

Borchfeld: Worin besteht die Besonderheit des Unternehmenskonzeptes?
Michał Zajezierski: Die Besonderheit unseres Unternehmens lässt sich mit zwei Worten definieren – Tradition und Innovation. Wir respektieren die Geschichte unseres Unternehmens, die sich aus der handwerklichen Backtechnik ableitet, und streben danach, die höchste Qualität der Produkte nach traditionellen Rezepten anzubieten. Gleichzeitig investieren wir in moderne Technologien, die es uns ermöglichen, nicht nur die Produktionsgröße zu erweitern, sondern die Produkte auch in ferne Märkte zu exportieren.

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Das Unternehmen bietet eine breite Palette von Produkten wie Kaiserbrötchen, verschiedene weitere Brötchen, Baguettes und Ciabatta an

Borchfeld: Wie werden die Produkte vertrieben?
Karolina Zajezierska: NOWEL-Produkte erreichen die Regale der größten Einzelhandelsketten in Polen und Europa sowie in außereuropäischen Märkten. Unser Brot finden Sie auch an Tankstellen, die ihr Angebot weiter ausbauen. Im Jahr 2018 haben wir die Zusammenarbeit mit der führenden Convenience-Shop-Kette in Polen aufgenommen und liefern Hot-Dog-Brötchen an Tausende von Standorten. Einige Produkte sind auch in unabhängigen Geschäften oder im Großhandel erhältlich.

Borchfeld: Wie groß ist der Kundenstamm?
Karolina Zajezierska: NOWEL-Backwaren werden derzeit in mehr als fünfzehn Länder exportiert, auch außerhalb Europas. Der Export macht 30 % des Umsatzes des Unternehmens aus und sein Anteil steigt stetig.

Borchfeld: In welchen Bereichen wollen Sie wachsen?
Michał Zajezierski: Wir haben uns konsequent auf die Unternehmensentwicklung in den beiden Bereichen Portfolio und Vertrieb konzentriert. Derzeit ist es unser Ziel, unsere Produktionskapazität auf 400 bis 420 Tonnen Backwaren pro Tag zu erweitern, die wir durch ständige Investitionen in den Maschinenpark erreichen können. Wir erhöhen nicht nur unsere Kapazität, sondern verbessern auch unsere Qualität mit jeder neuen Investition. Darüber hinaus bauen wir unseren internationalen Vertrieb aus.

Borchfeld: Wer sind Ihre Mitbewerber?
Michał Zajezierski: Wir sind einer der vier führenden Hersteller von Tiefkühlbackwaren in Polen. Wir sehen andere Produzenten jedoch nicht nur als Wettbewerber, sondern auch als Partner. Zusammen mit Aryzta Polska Sp. z o.o., La Lorraine Polska Sp. z o.o. und Lantmannen Unibake Poland Sp. z o.o. haben wir die Stowarzyszenie Producentów Pieczywa [Verband der Backwarenhersteller] gegründet, deren Ziel es ist, über Backwaren und deren positiven Einfluss auf die Gesundheit aufzuklären, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf Tiefkühlbackwaren liegt.

Borchfeld: Wie war das Geschäftsjahr 2018, was waren die Herausforderungen?
Karolina Zajezierska: Die zweite Hälfte des Jahres 2018 war für die gesamte Backwarenindustrie eine große Herausforderung. Der heiße Sommer führte zu Dürren, die sich nicht nur auf die Getreidepreise in Europa, sondern auch auf die Weltmärkte ausgewirkt haben. Gleichzeitig haben wir 2018 neue Produkte in unser Portfolio aufgenommen (Convenience und Bio) und neue Geschäftspartner gewonnen. Wir sind optimistisch und denken, dass auch 2019 neue Herausforderungen auf uns zukommen werden.

Borchfeld: Wie beurteilen Sie die Entwicklung der Branche und des Backmarktes in Polen und Europa?
Karolina Zajezierska: Der Markt ist definitiv sehr anspruchsvoll – die Kunden suchen nach hochwertigen Produkten und prüfen sorgfältig. Dies treibt die Hersteller an, ihr Produktangebot ständig zu verbessern. Neuere Untersuchungen zeigen, dass der Verbrauch von Tiefkühlbackwaren um 15 % pro Jahr steigt. Die Menschen genießen Brot, das frisch im Laden gebacken wird. Die Kunden neigen dazu, Backwaren als Snack in der Mittagspause zu kaufen, um traditionelle Gerichte zu ersetzen. Wir glauben, dass sich der Bäckereimarkt ständig verändert. Daher reagieren wir schnell auf die Erwartungen der Kunden. Nach wie vor verfügen wir über eine solide Wachstumsbasis.

Borchfeld: Vielen Dank für das Gespräch.

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