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b+b-2018-02-Verfahrenstechnik + Automatisierung

Norbert Lötz, Produktions-Geschäftsführer der Harry-Brot GmbH, Schenefeld, des größten deutschen Backwarenherstellers mit zehn Fabriken und angeschlossener Logistik, sowie Jürgen Hinkelmann, Inhaber und Geschäftsführer der Bäckermeister Grobe GmbH aus Dortmund mit 60 Filialen, und sein Co-Referent und Energieberater Dirk-Siegfried Hübner, lieferten die zentrale Botschaft des diesjährigen Kolloquiums der VDB Österreich

Moderne Produktionsprozesse kommen ohne Automatisierung heute nicht mehr aus und umgekehrt kommt Automatisierung nicht ohne detaillierte Verfahrenskompetenz aus, davon sind Wolfgang Horn, Geschäftsführer der Zeppelin Systems GmbH, und Michael Piepenbrock, Chef von deren Business-Unit Food, überzeugt. Dass Zeppelin Interesse zeigt, die eigene Verfahrenskompetenz über das Rohstoffhandling von Trockenstoffen und Flüssigkeiten, die Fermentation und die Teigbereitung auszubauen, sei kein Geheimnis. Gerade wurde das Food-Technikum am Standort Rödermark um den Verfahrensschritt „Kontinuierliche Teigaufbereitung“ erfolgreich erweitert. Vorrang hat das organische Wachstum durch das Ausschöpfen weiterer Marktpotenziale. Aber auch Kooperationen oder mögliche Akquisitionen werden nicht ausgeschlossen. Deutlich weiter gediehen ist das Thema Automatisierung im Haus. Horn: „Wir haben vor Kurzem hier im Haus ein ‚Hackathon‘ (Hacker + Marathon) veranstaltet, und die Spezialisten gebeten, sich über Plattformen für die Ersatzteilversorgung Gedanken zu machen. Die Ergebnisse waren verblüffend, nicht alle realitätstauglich, aber viele durchaus anregend für unsere Arbeit.“

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Wolfgang Horn, Geschäftsführer der Zeppelin Systems GmbH und verantwortlich für den Standort Rödermark

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Michael Piepenbrock, Business-Unit-Manager „Food“ in Rödermark

Die obliegt zurzeit einem interdisziplinären Team, das sich schwerpunktmäßig mit der Standardisierung und Modularisierung von Anlagen beschäftigt und inzwischen eine um-
fassende Datenbasis über alle verwendeten Komponenten erstellt und daraus Module für das Engineering erstellt hat. Ziel ist es, in der Ersatzteilversorgung, im Service, aber auch in der Konstruktion durchgängiger und schneller zu werden. Piepenbrock: „Über unser globales Netzwerk können Kollegen überall auf der Welt auf die Daten zugreifen. Dabei haben wir nicht nur die schlichte Ersatzteilversorgung im Blick, sondern auch Upgrades in der Steuerung, die präventive Maintenance und gegebenenfalls auch die ‚Modernisierung’ von Teilen.“ Ziel ist es, die Verfügbarkeit der Anlagen und die Effizienz der Linien zu erhöhen. Die neue App PLANT.GATE ermöglicht es, Komponenten und Maschinen digital zu erreichen und zu identifizieren. Nicht nur der Ort, sondern auch Daten über Laufdauer, Wartungszyklus etc. können übermittelt werden. In der dahinterliegenden Datenbank lassen sich zudem Spezifikation, Ersatzteillisten, Anweisungen zur Inbetriebnahme, Bedienung, Wartung und zu Serviceintervallen sowie deren Dokumentation über den kompletten Lebenszyklus einsehen. Die App enthält auch die Möglichkeit eines Service-Chats, bei dem in Echtzeit mit Experten kommuniziert werden kann, die bei Bedarf wiederum Bilder und Videos zur Erläuterung übermitteln können. Dem Kunden steht über das Backend von PLANT.GATE eine komplett Hersteller unabhängige Service- und Wartungplattform zur Verfügung. Auf dieser Plattform kann der Kunde selbst alle Wartungsmonteure planen und einteilen. Der nächste Schritt, so Piepenbrock, wäre dann, aus einer zyklischen Wartung eine zustandsorientierte Wartung zu machen.

Kokeisl

Gegenüber einer konventionellen Dosierschnecke bietet die KOKEISL Technologie diverse Vorteile. Die KAD-Komponente benötigt keine zusätzliche Abschlusskappe zur Vermeidung eines Nachrieselns am Ende des Dosiervorgangs. Durch das gebogene Rührwerk wird das Produkt schonend ausgetragen, sodass auch empfindliche Produkte, wie z. B. Schokolinsen oder -stückchen, unbeschadet dosiert werden können. Der Platzbedarf ist bei gleicher Leistung

erheblich geringer. Insgesamt entstehen enorme Einsparpotenziale durch den Wegfall der Kosten für Montage und Steuerungstechnik. Die Steuerung der Dosierung ist selbstlernend und optimiert sich selbst. Die Daten für die jeweilige Charge werden in einer Datenbank abgelegt, wodurch eine konstant hohe Dosiergenauigkeit auch bei wechselnden Rohstoffqualitäten sichergestellt werden kann.

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Das zweite Ziel der Automatisierungsinitiative bei Zeppelin zielt auf die laufende Prozesskontrolle durch vernetze Kommunikation. Daten, die laufend an verschiedenen Messpunkten im Prozess erfasst werden, erlauben dem Betreiber Rückschlüsse auf den Verfahrensverlauf, das Verhalten von Rohstoffen und zeigen gegebenenfalls Regelungsbedarf an. Auf diese Weise ließe sich beispielsweise sehr viel schneller und präziser auf Schwankungen der Rohstoffqualität eingehen und das Ausmaß von Produktionsabfällen reduzieren.

Ausbau des Technikums in Rödermark

Peu à peu hat Zeppelin das 2012 eröffnete Technikum in Rödermark zu einem Teigtechnologiezentrum ausgebaut. Dort können Kunden an Seminaren respektive Technologie-Tagen teilnehmen, indem Systeme und Lösungen für die Frisch- und Dauerbackwarenindustrie vorgestellt werden, oder Versuche mit eigenen Rohstoffen fahren. Zur Verfügung steht u. a. eine Kombination aus Dosierung, DymoMix und kontinuierlichem Codos-Kneter. Der DymoMix benetzt den frei fallenden Feststoff mit Wasser oder Hefelösung. Die so produzierte „Vorstufe“ reduziert laut Zeppelin die Knetzeit bei einem herkömmlichen Batchkneter bis zu 30 % und erreicht eine um bis zu 2 % erhöhte Wasseraufnahme des Mehles. Die aus dem DymoMix fließende Masse wird direkt in den Codos-Kneter dosiert. Die Anlage kann aber auch zur Vermischung von Mehl, Wasser und einer Sauerteigkultur verwendet werden. Nach dem Mischprozess wird der Teig dann in den Fermentationsbehälter überführt.

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Dosierung, DymoMix und Codos oder Vorteigfermenter stehen im Zeppelin-Technikum in Rödermark für Firmen bereit, die Tests mit ihren eigenen Rohstoffen fahren wollen

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Ein pneumatischer Mischer, der ohne Mechanik, ohne Friktionen oder große Reibung eine homogene Mischung erstellt. Gleichzeitig dient die Anlage, die gerne für die Produktion eigener Vormischungen genutzt wird, als Waage

Beim Austrag des Vorteiges ersetzen Doppelschraubenspindelpumpen die bisherigen Excenter-Schneckenpumpen, da diese komplett aus Edelstahl bestehen und somit hygienefreundlicher und leichter zu reinigen sind. Außerdem besitzen sie ein hohes Ansaugvermögen. In der Erprobung ist derzeit eine doppelwandige Ausführung von Vorteigbehälter und Rohren, sodass keine Wärmetauscher mehr eingesetzt werden müssen. Neu ist auch eine Anlagenkooperation mit dem Teigteiler von Handtmann. Im Teigtechnologiezentrum testet man derzeit die Kombination der Teigherstellung durch den Codos mit dem Teigteiler für Kastenbrot, Toast als ein Strang oder als 4-pieces sowie über ein spezielles Ausformverfahren für Buns.

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Moderne Dosiertechnik – durch ein Fließbett (mikroporöser Belag) am Konus, der ein Luftpolster erzeugt, werden Trockenstoffe wie Mehl oder Puderzucker aufgelockert und in großen Mengen senkrecht durch das Rohr nach unten dosiert. Anschließend wird in kleinen Mengen über die seitlich davon wegführende Dosierschnecke genau dosiert. Somit sind große Leistungen bei gleichzeitig exakter Gewichtsgenauigkeit möglich

Zeppelin Systems Business-Unit Food

Sie sind in der Süßwarenindustrie ebenso zu Hause wie bei den Zucker- oder Cerealien-Herstellern, aber der Fokus liegt in Rödermark auf Backwaren, egal ob frisch oder gekühlt oder in Form von Keksen als Dauerbackware. Denn für deren Herstellung werden Trockenstoff- und Flüssigkeitssysteme ebenso gebraucht wie Fett-Temperiergeräte, Salzauflöser, Fermentationsanlagen, Mehlkühlung und Maschinen, die Rework so fein aufarbeiten, dass sie als Slurry zurück in die Teigherstellung dosiert werden können, und natürlich das Equipment zur Teigherstellung, zu dem bei Zeppelin Systems der kontinuierliche, Codos und der DymoMix gehören. Letzterer eine noch junge Entwicklung, bei der Trockenstoffe im freien Fall mit Wasser oder Hefelösung benetzt werden. Durch den hierbei auftretenden Energieeintrag entsteht ein homogener, flüssiger Teig.

Die Silos von Zeppelin werden sowohl aus Aluminium als auch aus Edelstahl gefertigt, vorgefertigt oder komplett geliefert oder auf der Baustelle erst montiert. Dazu gehört ein breites Sortiment an verfahrenstechnischen Lösungen wie Siebmaschinen, Fließbett, Schleusen, Weichen, Filtern oder Schnecken. Bekannt wurde Zeppelin darüber hinaus mit ReciPure, einem System, mit dem Rohstoffe gelagert, dosiert, gemischt und transportiert werden können, ohne dass ungewollte Cross-Kontaminationen entstehen können. Diese Technik wird vor allem bei Convenience-Mixen, Backzutaten oder Babyfood eingesetzt.

Der weltweit an 190 Standorten aktive Zeppelin-Konzern mit 7.646 Mitarbeitern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 2,36 Milliarden Euro. Der Zeppelin-Konzern organisiert seine konzernweite Zusammenarbeit in einer Managementholding und sechs Strategischen Geschäftseinheiten: Baumaschinen EU (Vertrieb und Service von Baumaschinen), Baumaschinen CIS (Vertrieb und Service von Bau- und Landmaschinen), Rental (Miet- und Projektlösungen für Bauwirtschaft und Industrie), Power Systems (Antriebs- und Energiesysteme), Anlagenbau (Engineering und Anlagenbau) und Z Lab (neue digitale Geschäftsmodelle). Die Zeppelin GmbH ist die Holding des Konzerns mit juristischem Sitz in Friedrichshafen und der Zentrale in Garching bei München. Weitere Informationen unter www.zeppelin.com.

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