Die Auswirkungen globaler Ereignisse machen sich im Alltag der deutschen Verbraucher bemerkbar. „Viele denken über Vorsorge nach“, sagt der Sicherheitsexperte Uwe Gerstenberg, „aber wenige setzen sie um.“
b+b: Kriege, Krisen, Katastrophen – Herr Gerstenberg, sind das für die Bundesbürger nur Schlagzeilen aus den Nachrichten oder sehen sie reale Gefahren für ihre eigenen Lebensumstände?
Uwe Gerstenberg: Für viele Bundesbürger sind Kriege und globale Krisen längst mehr als abstrakte Schlagzeilen. Sie werden im Alltag spürbar – vor allem durch steigende Energie- und Lebensmittelpreise, Unsicherheit beim Einkommen oder Sorgen um die Versorgungssicherheit. Gerade Themen wie Brot, Getreide oder Energie zeigen: Globale Ereignisse haben direkte Auswirkungen auf den Küchentisch.
Gleichzeitig zeigt sich eine Ambivalenz: Akute Bedrohungen werden wahrgenommen, aber oft verdrängt, solange der Alltag funktioniert. Erst wenn Lieferengpässe, Preissteigerungen oder Qualitätsveränderungen auftreten, werden aus Nachrichten reale persönliche Risiken. Die Sensibilität ist da – aber sie ist stark an konkrete, erfahrbare Auswirkungen gekoppelt.

